“Als Hausfrau war mir eher sehr fad”

Christine Nöstlinger, die wohl bekannteste österreichische Jugendbuchautorin, hat sich allerdings nie viel daraus gemacht, was die Leute von ihr denken. Auch über ihre Kinderbücher hat sie nicht viel gegrübelt, sie hat sie einfach geschrieben – mehr als 100 bis dato: "Nachdem ich geheiratet und zwei Kinder bekommen hatte, musste ich – wie so viele Frauen damals – daheim bleiben. Kindergartenplätze gab es nur, wenn man einen Job hatte, und außerdem haben die schon früh zugesperrt. Als Hausfrau war mir aber sehr fad, das Aufräumen und Putzen war überhaupt nicht meins. Also hab ich mir gedacht, ich mach ein Kinderbuch.“ Daraus wurde 1970 "Die feuerrote Friederike“, die eine kleine Revolution im Kinderbuchsektor auslöste. "Vor allem Lehrer haben bemängelt, dass ich eine Jugendsprache verwendet habe, die sich an der Alltagssprache der Wiener orientiert, dass sich Eltern in meinen Büchern auch mal scheiden lassen“, so Nöstlinger. Geboren und aufgewachsen ist die bald 74-Jährige in Hernals, das sie noch immer als "Heimat im Kopf“ bezeichnet.

  • Adresse: Elterleinplatz, 1170 Wien

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