“Auf den Spuren des römischen Handwerks in Vindobona”

Die Ausstellung erzählt auf 15 Postern von Werkstättenbefunden, Rohstoffquellen, Produktvielfalt und namentlich bekannten römischen Fabrikanten.

Schrift- und Bildquellen, Kunstwerke und Gegenstände des Alltags bezeugen, dass das römische Handwerk hoch entwickelt war. Das Spektrum der für den Verkauf produzierenden Handwerker reichte vom einfachen Arbeiter im Großbetrieb bis zum innovativen Spezialisten mit eigenem Laden. Leicht herzustellende Gegenstände des täglichen Bedarfs wurden wohl auch in den Haushalten selbst angefertigt. Das römische Militär verfügte als Selbstversorger über eigene Handwerker, die in den Legionsfabricae arbeiteten.

Archäologische Ausgrabungen im Wiener Stadtgebiet bringen immer wieder Öfen, Mauerreste und Gruben ans Licht, die mit Werkstätten römischer Handwerker in Verbindung gebracht werden können. Oft beschränken sich die Hinweise auf handwerkliche Tätigkeiten jedoch auf Produktionsabfall, Rohlinge, Halbfertigprodukte, Schlacke und Werkzeugfunde. Es ist daher nicht leicht, Rückschlüsse auf Anzahl, Größe und Ausstattung der in Legionslager, Lagervorstadt und Zivilsiedlung betriebenen Werkstätten zu ziehen.
Nachgewiesen wurden bisher Töpfereien, Ziegeleien, Metall- und Glasverarbeitung sowie Beinschnitzerei. Auf die Anwesenheit von Malern deuten Farbpigmente und ein Mörser hin. Wegen der schlechten Erhaltungsbedingungen für organisches Material fehlen jedoch Überreste der Erzeugung von Korb- und Seilerwaren ebenso wie Belege für die Holz-, Textil- und Lederverarbeitung.

Eine Ausstellung der Stadtarchäologie Wien in Kooperation mit der Volkshochschule Meidling.

Ort: Volkshochschule Meidling
1120 Wien, Längenfeldgasse 13-15, 2. Stock
Ausstellungsdauer: 7. Oktober 2011 bis 31. Jänner 2012
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr
Eintritt: frei

Infos auch auf www.wien.at/archaeologie

  • Adresse: Längenfeldgasse 13-15, 1120 Wien

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