“Fair Play” sorgt für sichere Parkanlagen

Es ist ein kleines, aber feines Projekt, das die MA 17 im Auftrag des Bezirks auf die Beine (oder vielmehr auf die Räder) gestellt hat. Zwei Mitarbeiter rücken seit 2004 in alle Parkanlagen des Bezirks aus, um die Parkordnung durchzusetzen und mögliche Konflikte von vornherein im Keim zu ersticken.

Mit dem Drahtesel Frieden stiften

Mit den zwanzig Wochenstunden Zeitrahmen fanden die beiden Mitarbeiter bislang das Auslangen, zum schnelleren Fortkommen sattelten die Ordnungshüter jedoch kurzerhand ihre (privaten) Fahrräder. "Bei dem Projekt geht es nicht um Bestrafung, sondern um das Bauen von Brücken – und der Erfolg gibt uns recht", bilanziert die bisherige Projektverantwortliche Hanife Anil, Leiterin der MA 17-Nord. Vielmehr nehmen die flotten Radler eine Brückenfunktion ein und klären Parkbesucher darüber auf, dass sich Anrainer durch den Lärm belästigt fühlen können, schreiten mahnend ein, wenn Papierln auf dem Boden landen, und verweisen freundlich, aber bestimmt auf die Einhaltung der Nachtruhe. Hanife: "Man kommt in solchen Fällen schnell ins Gespräch. Konfliktsituationen sind selten. Hinschauen statt Wegschauen und Aufklären ist das Erfolgsrezept – bei Bedarf auch muttersprachlich." Ein weiterer Vorteil des Projekts: Anliegen der Parkbesucher werden aufgenommen und an die zuständigen Behörden weitergegeben. Wegen des Erfolgs wird das Projekt ab Mai auf ganz Wien ausgeweitet. Bezirk und Stadt teilen sich die Kosten 40:60 Prozent.

Ab Mai aktiv

Die "Fair Play"-Teams umfassen zwei Personen pro Bezirk. Zwischen Mai und September sind die Ordnungshüter zwischen 17 und 24 Uhr im Auftrag der Geschäftsgruppe Bildung, Jugend (Stadtrat Christian Oxonitsch) unterwegs.

  • Adresse: Brigittaplatz 10, 1200 Wien

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