“Familie holt mich ins Leben zurück”

In seinem Beruf hat Peter Szmrtics täglich mit Tod und Trauer zu tun: "Jeder trauert anders, man muss vor allem auf die individuellen Reaktionen eingehen können.“ Diese reichen "von Schweigen bis zu nicht enden wollendem Reden, von Weinen bis Lachen“. In den manchmal sehr langen Gesprächen bekomme er oft das Gefühl, selbst fast ein Familienmitglied zu sein. "Ich bin meistens erste Anlaufstelle nach einem Todesfall. Die Menschen erzählen mir sehr viel von den Verstorbenen.“

Vor allem, wenn es um die Art der Beisetzung geht, erlebt der gelernte Einzelhandelskaufmann auch skurrile Situationen. "Manche wünschen sich, mit ihrem Haustier bestattet zu werden.“ Da sei es tatsächlich schon vorgekommen, dass die Angehörigen einen Kater lebendig in den Sarg beigeben wollten. Besonders schwer werde es für ihn, wenn es um Kinder gehe. Als Ausgleich wird mit Kollegen gesprochen, auch gibt es psychologische Beratung für die Bestatter. Am meisten helfe ihm jedoch seine Familie, den Tod am Ende des Tages hinter sich zu lassen: "Meine Frau und meine beiden Söhne holen mich ins Leben zurück!“

  • 8., Schlesingerplatz 2, Mo.–Fr. 7.30–15.30 Uhr. Tel.: 501 95-80­00; www.bestattungwien.at

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