“He Glorit! Finger weg von der Mostgruab’n!”

Diese zwei Niederösterreicher verstehen sich: die Baufirma Glorit und das Stift Klosterneuburg, das als Großgrundbesitzer beträchtliche Teile der Liegenschaften an der Alten Donau verpachtet.

Steigende Pachten, bodenlose Besitzer

Eine Pächterin will mit Jahresende vorzeitig aussteigen und das vorhandene Haus für die Firma Glorit zum Abriss freigeben. "Die Pacht ist über die Jahre exorbitant gestiegen“, erklärt ihr Lebensgefährte telefonisch gegenüber dem WIENER BEZIRKSBLATT und spricht von einem "einmaligen Angebot seitens der Glorit“. Avisierter Zeitpunkt des Transfers ist Jahresende, dann endet der Mietvertrag von Mostgruab’n-Wirt Robert Seidl: "Das würde das Ende für mich und meine elf Mitarbeiter bedeuten – ich will kämpfen.“ Wie beliebt der familiäre Betrieb mit seiner günstigen Hausmannskost ist, zeigt die Reaktion der Stammgäste. Ein gutes Dutzend davon will spenden oder sich am Wirtshaus beteiligen. "Um das Wirtshaus mitsamt des alten Baumbestands zu erhalten, würde ich das Haus auch kaufen“, erklärt der Wirt. "Wenn ich ein derartiges Objekt kaufen kann, dann kaufe ich“, erklärt Glorit-Geschäftsführerin Gerda Glockenstein. Gemeinsam mit weiteren Liegenschaften im Nachbarbereich stünde einer baulichen Nutzung des gut 1.000 m2 großen Areals nichts mehr im Wege. Bis dahin kann sich die Fa. Glorit mit anderen Problemen herumschlagen: Am Donaustädter Fischerstrand 28 beklagen Anrainer die Ausmaße des 10 Wohneinheiten zählenden Wohnbaus. Erwerber aus der Floridsdorfer Schwarzlackenau und weitere Glorit-Kunden beklagen gegenüber dem WIENER BEZIRKSBLATT Nachteile durch ihren Status als Baugrundpächter.

  • Adresse: An der oberen Alten Donau 153, 1220 Wien

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