“Ich habe zumindest eine Rüge erwartet”

Dieser Mann hatte ein bewegtes Leben: Geboren 1944 im KZ Lackenbach, geächtet als "Zigeuner“ im Burgenland, gezwungen, seine Heimat zu verlassen. Er wurde gejagt, hat gekämpft und wurde schließlich vielfach geehrt. Rudolf Sarközi hat als Döblinger Bezirksrat und Obmann des Kulturvereins österreichischer Roma viel erreicht – und sein Weg ist noch nicht zu Ende. "In Österreich haben sich Roma gut integriert. Sie sind zum Beispiel gute Handwerker. Hier wird niemand im Stich gelassen“, sagt Sarközi über seine Volksgruppe. "Ich glaube, sie lassen sich auch gut einbinden.“ Nachholbedarf in Sachen Akzeptanz sieht er vor allem bei älteren Semestern. "Aber da kann man wohl nichts mehr machen.“

Sarközis Kritik zur Auflösung ganzer Roma-Siedlungen in Frankreich hat gar den namensgleichen französischen Präsidenten erreicht. Von der EU ist er in dieser Causa enttäuscht. "Ich habe zumindest eine Rüge erwartet.“ Wäre er selbst EU-Kommissar, würde er den Ländern mehr unter die Arme greifen, die Infrastruktur für Roma verbessern und Arbeitsplätze schaffen. "Ich würde Roma da miteinbinden, die müssten dann eben auch mittun.“ (nie)

  • Adresse: Devrientgasse 1, 1190 Wien

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