“Man sieht Dinge, die man sonst nicht sieht”

Foto-Talent Stefan Joham präsentierte Ausstellung in Währing

Das Talent zum Handwerk scheint ihm in die Wiege gelegt worden zu sein. Stefan Joham – Sohn des Wiener Figaros Erich Joham – weiß, mit einer Kamera umzugehen, wie sein Vater mit einer Schere. Nachdem er 2010 seine erste Ausstellung präsentierte, zeigte er kürzlich seine zweite, "Beziehungen in 3D". Allein am ersten Abend drängten rund 500 Kunst-Interessierte in die kleine Galerie "Studio 18" in Währing. Die Kritiker jubelten, Joham, der als "Foto-Graf-iker" des Stadtmagazins "Wien live" arbeitet, blieb entspannt: "Bei Wien live arbeiten wir häufig mit 3D. Ich finde, es sieht einfach cool aus, wenn alle eine 3D-Brille aufhaben."

Für Menschen mit Behinderung

Seine Liebe zur Fotografie erklärt der 26-jährige Fotoschüler so: "Ich bin gerne überall dabei, möchte mich aber nicht ständig dafür rechtfertigen müssen. Außerdem sieht man durch eine Linse oft Dinge, die man sonst nicht sieht. Die fange ich ein." Seine dritte Ausstellung ist bereits in Planung, Pause: Fehlanzeige. Er will sie Menschen mit besonderen Bedürfnissen widmen. "Ich war früher ein schwer erziehbares Kind und kenne viele Menschen mit Behinderung. Ich liebe es, mit ihnen abzuhängen. Sie haben keine Berührungsängste und sind einfach lässig drauf.“

  • Adresse: Währinger Gürtel 75, 1180 Wien

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