“Mein Kabarett ist nicht nur Blödelei”

Sein erstes Soloprogramm heißt "Lieder der Berge". Spörk bespricht, was zum österreichischen Lebensgefühl gehört: vom Wiener Neid über die "krankhafte Geschwätzig­keit" der Schickeria bis zu den Thujenhecken und Lärmschutzwänden, die allzu oft den Blick auf die Berge und die große Welt dahinter verstellen. "Die österreichische Kultur ist durch Berge sehr geprägt", sagt Spörk im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT. "In Wien zwar weniger, aber da ist es der Neid. Könnte man den Neid in Wien so aufhäufen, dass ein Berg entsteht, wäre der Himalaya die Talstation."

Rampensau aus Berufung

Christof Spörk hätte statt Musikkabarett viele andere Dinge machen können. Er war Forscher in Lateinamerika, Mitarbeiter im Parlament, Journalist, Lehrbeauftragter der Uni Wien –promoviert hat er in Politikwissenschaft. Politisches Kabarett "im engeren Sinn", wie er sagt, interessiert den 38-Jährigen nicht. "Gespräche zwischen Faymann und Pröll durch den Kakao zu ziehen, finde ich nicht sehr interessant. Ich mache Satire, Musikkabarett. Das ist nicht nur Blödelei." Spörk, der sich als "Rampensau aus Berufung" bezeichnet, würde gerne ein Drittel des Jahres auf Kuba verbringen. "Das ist mein ewiges Fernziel."

  • Christof Spörk – "Lieder der Berge": Kabarett Niedermair, Lenaugasse 1a, 11. + 12. 2. 2011. Tickets unter Tel.: 01/408 44 92 oder kabarett@niedermair.at

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