“Sport und Jungschar sind viel zu wenig”

Noch nie sind die Lebensbedingungen Jugendlicher in Währing so genau erforscht und engmaschig analysiert worden wie im neuen Bericht des Teams Focus.

Vorortelinie als soziale Grenze?   

Stephan Kögl, Bezirksrat und Jugendbeauftragter der SPÖ Währing, hat sich mit den ­Ergebnissen detailliert auseinandergesetzt: "Die Analyse des Teams Focus basiert auf Interviews, die von Sozialarbeitern in den Währinger Parks mit Jugendlichen geführt worden sind“, erklärt Kögl. Dabei hätte sich Folgendes herauskristallisiert: Außerhalb der Vorortelinie gibt es zahlreiche Grünanlagen und auch Sportmöglichkeiten für Jugendliche, weiters würden diese hier vor allem durch Pfarren betreut. "Um es pointiert zusammenzufassen: Außer Sport und der Jungschar gibt es wenig Angebot“, so Kögl. Hinzu komme, dass Jugendliche innerhalb des Gürtels, besonders im Kreuzgassenviertel, diese Angebote kaum nützen könnten: "Hier leben viele junge Menschen mit Migrationshintergrund in beengten Verhältnissen. Sie sind nicht mobil und haben auch kein Geld, um sich etwa in einem Sportverein einzuschreiben“, weiß der Bezirksrat. Kögl hat sich darum auch  vehement für den Einsatz von Fair-Play-Teams im Bezirk eingesetzt. "Die ÖVP legt Wert auf schöne Parkanlagen mit gepflegten Blumenbeeten, wo man gemütlich auf einer Bank sitzen kann – das ist legitim. Klar ist aber auch, dass hier zu wenig Platz für Jugendliche bleibt, die selbstgestaltete Räume brauchen, in denen sie sich verwirklichen können.“

Empfehlung

In der Analyse werden zahlreiche Maßnahmen empfohlen, um
sozial benachteiligte Jungendliche zu unterstützen. Welche Projekte die
SPÖ Währing bereits in Angriff genommen hat und auch zukünftig plant,
­liest du hier.

  • Adresse: Gentzgasse 62, 1180 Wien

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