“Super Mall Sculpture” in der Millennium City

Lehrlinge erforschen Wiens modernstes Shopping- und Entertainmentcenter an der Waterfront. Eine Super-Mall-Sculpture aus vor Ort gefundenen Materialien wird zur Intervention im öffentlichen Raum. das Projekt beschäftigt sich mit Einkaufszentren als Lebensraum und die Skulptur wird bis 4. Oktober 2014 in der Millennium City ausgestellt.

Der Frage, wie Shoppingcenter von jungen Erwachsenen rezipiert beziehungsweise genutzt werden, geht ein Projekt des Eintagsmuseums unter der Leitung von Johanna Reiner und Isabel Termini in der  Millennium City auf den Grund. Für viele Jugendliche sind Einkaufszentren ein beliebter – oft sogar essenzieller – Aufenthaltsort. Dieser private Raum wird zumeist unreflektiert öffentlich genutzt, woraus sich verschwimmende Grenzen zwischen privaten und öffentlichen Räumen ergeben. Das Eintagsmuseum als kulturelle Initiative verlässt die traditionellen Orte der Hochkultur und setzt ein Zeichen in einem Umfeld, das vermeintlich rein konsumistisch konnotiert ist. Mit künstlerischen Mitteln soll ein Ort erzeugt werden, der dem Einkaufszentrum formal ähnlich sein kann, doch anders funktioniert.

Das Konzept der Super-Mall-Sculpture basiert unter anderem auf der provokanten These des Kunstpädagogen Franz Billmayer: Demnach gibt es Gemeinsamkeiten bezüglich Nachhaltigkeit und Persönlichkeitsbildung bei Museumsbesuch und Shopping-Tour. Folgt man der These, dann ist ein Besuch in einem Einkaufszentrum beim Erwerb von Kompetenzen ebenso nachhaltig wie der Besuch eines Museums. Ausgehend von diesen Fragestellungen erforscht das Eintagsmuseum mit jungen Erwachsenen in einem offenen und prozessorientierten Projekt die Wiener Millennium City. Am Ende des Projektes wird eine Super-Mall-Sculpture entstehen, deren Form an einer Infografik orientiert ist und die von den Lehrlingen gebaut wird.
 

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