„Diese Gefahr geht uns unter die Haut“

Einer deutschen Studie zufolge ist etwa ein Viertel der 14- bis 30-Jährigen tätowiert. Eine Zahl, die sich vermutlich auch auf den 22. Bezirk übertragen lässt. Umso beunruhigender ist, dass viele Hinterhof-Künstler –
aber auch manch „offi zieller" Künstler, ihre Farben billigst im Internet erstehen – mit unabsehbaren Gesundheitsfolgen für die arglosen „Hautträger". „Diese Gefahr geht uns unter die Haut. Die EU- Kommission weiß seit dem Jahr 2000 um die Gefahr, ist aber bis heute
untätig geblieben", erklärt dazu Donaustadts SPÖ-Vorsitzende Ruth Becher. Auch Dermatologen verweisen auf eine Fülle bedenklicher Inhaltsstoffe, die vor allem in den bunten Fläschchen zu finden sind. Dazu zählen krebserregende Stoffe wie aromatische Amine, Nitrosamine und Phenol. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung wurden in zwei Dritteln der untersuchten Proben gar technische Farben, wie sie in Autolacken enthalten sind, gefunden.
„Ein Konsument, der auf der Flasche das Farbpigment Red 254 entdeckt, kann sich beispielsweise auch im KFZ-Handel Nachschub besorgen – dort heißt der Stoff Ferrari Rot", führt Ruth Becher ein Beispiel an. Mit einem parlamentarischen Entschließungsantrag erhöht
die Nationalrätin den Druck auf die EU und kann nach einem Lokalaugenschein in der Donaustadt zumindest teilweise Entwarnung geben: In den Filialen der Firma tattoo4ever werden nur US-amerikanische Farben verwendet, die hier in Wien überdies freiwillig im
Labor getestet werden.

  • Adresse: Schrödingerplatz, 1220 Wien

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