„Hanabi“ ist das Spiel des Jahres

Die Spielidee ist freilich genial: Die Spieler halten die Karten verkehrt herum, sodass alle anderen, aber nicht sie selbst, ihr Blatt kennen. Durch kluge Hinweise an die Mitspieler wird dann versucht, gemeinsam punkteträchtige Kartenreihen zu bilden.

Der Begriff „Hanabi“ stammt aus der japanischen Sprache und bedeutet Feuerwerk. Beim aktuellen Spiel des Jahres geht es daher um Karten mit bunten Feuerwerksbildern, die in Reihen nach Farben und Zahlen geordnet abzulegen sind. Aus Hinweisen wie „Diese Karte ist gelb“ oder „Diese beiden Karten sind Vierer“ und mit dem, was man aus vorangegangenen Runden weiß, erkennen die Spieler, was sie auslegen und was sie abwerfen sollten.

Die Begründung der Jury anlässlich der Preisverleihung: „Hanabi überzeugt durch einen bislang einmaligen Mix aus kooperativen, kommunikativen und deduktiven Spielelementen. Die falsch herum gehaltenen Karten sorgen nicht nur für einen ungewohnten Anblick, sondern sie fördern auch das konzentrierte Zusammenspiel.“

„Hanabi“ ist nach „7 Wonders“ der zweite große Erfolg des französischen Autors Antoine Bauza auf dem hiesigen Spielemarkt. Herausgegeben wird das Spiel vom deutschen Abacus-Verlag, der Vertrieb in Österreich liegt in den Händen von Piatnik.

Die Auszeichnung „Spiel des Jahres“ wird seit über 30 Jahren von einer Jury von deutschen Spiele-Fachjournalisten vergeben. Mit der Wahl von „Hanabi“ zum Spiel des Jahres 2013 trug die Jury einem unübersehbaren Trend am Spielemarkt Rechnung: Gefragt sind Originalität, leicht verständliche Spielregeln und hoher Spielreiz. Üppige Ausstattung und opulentes Design haben hingegen etwas an Bedeutung verloren.
 

  • Adresse: Wien

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