1,5 Prozent mehr Lohn für Sozialberufe

Mitte Jänner demonstrierten tausende Beschäftigte aus dem privaten Gesundheits- und Pflegebereich – mitten in den Verhandlungen zum Kollektivvertrag – für mehr Geld und Anerkennung. Eine der federführenden Verhandlerinnen war die Betriebsrätin des Hauses Wieden (4., Ziegelofengasse 6), Silvia Weber-Tauss.

Durch Solidarität zu lohnendem Erfolg

Nach nur vier Verhandlungsrunden einigten sich Gewerkschafter und Arbeitgebervertreter Ende Jänner auf eine KV-Lohnerhöhung von 1,5 %. "Zunächst hieß es, es wäre nur ein Abschluss unterhalb der Inflationsrate möglich. Das konnten wir nicht akzeptieren", so Silvia Weber-Tauss, eine der Arbeitnehmer-Verhandlerinnen und Zentralbetriebsrätin des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser. "Wir sind mit dem Ergebnis recht zufrieden, es ist ein Schritt in eine Richtung, die auch von einer gewissen Wertschätzung zeugt", so Weber-Tauss. Die Gewerkschaften GPA-djp und vida, die in Österreich rund 80.000 Personen im privaten Sozialbereich vertreten, riefen nach den anfänglich niedrigen Arbeitgeberforderungen zum Aktionstag auf: "Die Demonstration und die Übergabe von 22.000 Unterschriften für einen gerechten Vertrag haben etwas bewirkt. Ich kann mich nicht entsinnen, dass die Gesundheitsberufe je auf die Straße gegangen wären. Der zufriedenstellende Kollektivvertrag hat gezeigt, dass es sich lohnt, gewerkschaftlich vertreten zu sein", freut sich Weber-Tauss.

  • Adresse: Ziegelofengasse 6, 1040 Wien

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