Naturhistorisches Museum

1. Oktober: Lange Nacht der Museen

Am 1. Oktober können Nachfalter zum 17. Mal das vielfältige Angebot in Museen und Kultureinrichtungen entdecken. In Wien haben 134 Häuser von 18 Uhr bis 1 Uhr nachts geöffnet. Auch abseits der bekannten Kultur-Pfade hat die Wiener Museumslandschaft am Samstag viel zu bieten. Zahlreiche „special interest“-Häuser öffnen im Zuge der Langen Nacht der Museen ihre Türen. Wer wissen will, wie schwer ein Zentner ist, wie Waagen aus dem 19. Jahrhundert aussehen oder wie Kaffee aus Teig nachgemacht wurde, ist im Marktamtsmuseum (21., Floridsdorfer Markt 5) richtig. Zu sehen sind eine Menge historischer Fotos und Werkzeuge, schließlich gibt’s seit tausend Jahren ein reges Marktleben in Wien.

Welche Entwicklung die Wiener Bim in den vergangenen hundert Jahren machte, zeigt die Lange-Nacht-Bim, die als Oldtimer-Straßenbahn über den Ring fährt. Mit dieser kommt man unweigerlich auch beim “Kunsthistorischen” und beim “Naturhistorischen” vorbei. Letzteres bietet einzigartige Schätze von der 29.500 Jahre alten Venus von Willen dorf bis zum digitalen Planetarium.

Gesundheitspflege seit der Antike

Weniger nostalgisch ist das Programm im Krankenpflege-Museum (16., Montleartstraße 37): Göttin Hygiea und Florence Nightingale zeigen mit bewegten Bildern und lebendigen Büchern wie Menschen seit der Antike gepflegt werden. Das Rettungsmuseum (17., Gilmgasse 18) präsentiert 135 Jahre Wiener Berufsrettung. Zu sehen sind medizinische Ausrüstung der Vergangenheit sowie restaurierte und moderne Rettungswagen. Wie bequem eine Rettungstrage ist, können Interessierte ebenfalls testen.

Oder doch lieber im Sarg Probe liegen? Möglich ist das wieder im Bestattungsmuseum am Zentralfriedhof (11., Simmeringer Hauptstraße 234), in dem Friedhofskultur vom Ende des 18. Jahrhunderts bis heute gezeigt wird. Särge zum Bemalen und die Friedhofsänger Festklang sind zu erleben. Wem „a schene Leich“ zu skurril ist, kann sich in den neun teilnehmenden Bezirksmuseen umsehen.

Schätze aus den Bezirken

Zum Beispiel hat das Haus in der Donaustadt (22., Kagraner Platz 53 & 54) rund 300 „kleine Dinge“ wie eine Spionagekamera und Puppengeschirr im Bestand. Sport sowie Musik, Tanz und Theater stehen in der Josefstadt (8., Schmidgasse 18) im Vordergrund. Das Jubiläum „40 Jahre Musisches Zentrum Wien“ wird mit einer Jam Session gefeiert. Bis 20 Uhr gibt’s ein eigenes Kinderprogramm. Apropos: Die Musiksammlung der Wienbibliothek (1., Bartensteingasse 9) zeigt den 50 Jahre alten Synthesizer des Komponisten Max Brand und Klangmaschinen zum Selbermachen.

Im Feuerwehrmuseum (1., Am Hof 7) läuft derzeit eine Sonderausstellung, die Sport und Kultur innerhalb der Berufsfeuerwehr beleuchtet. Heiß her geht’s im Brennpunkt° – Museum für Heizkultur (12., Malfattigasse 4) mit Experimenten und dem Steinzeitmenschen Ugar-Ugar. Im MuseumsQuartier (7., Museumsplatz 1/Hof 2) hat die wienXtra-kinderinfo Beratung und Tipps zu Familienfreizeit und Kinderschminken bis 22 Uhr. Der Waschsalon Karl-Marx-Hof (19., Halteraugasse 7) zeigt im Gemeindebau eine Sonderschau über Julius Tandler.

Treffpunkt und Tickets

Der „Treffpunkt Museum“ (Maria-Theresien-Platz 1) ist wieder zwischen Kunsthistorischem Museum, das heuer 125. Geburtstag feiert, und dem Naturhistorischen Museum, in dem sich das Covergirl, die Venus von Willendorf, des diesjährigen Programmheftes befindet. Die 17. „ORF-Lange Nacht der Museen“ wird in ganz Österreich abgehalten. Mehr als 700 Museen und Kultureinrichtungen öffnen ihre Türen und bieten zum Teil Sonderausstellungen, Spezialführungen und ausgewählte Programmhöhepunkte. Mit nur einem Ticket zum Preis von 15 Euro (ermäßigt 12 Euro, Kinder unter 12 Jahren Eintritt frei) haben Nachtaktive Zutritt. Erhältlich ist das Ticket in allen teilnehmenden Museen sowie am 1. Oktober beim „Treffpunkt Museum“. In Wien gilt das Ticket auch zugleich als Fahrkarte für die Shuttle-Busse und ebenso für die Öffis inklusive Nightline-Busse und zwar in der Zeit von 1. 10., 16 Uhr bis 3 Uhr morgens.

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