Hilfe im Zeichen des Regenbogens

Die Trennung der ­geliebten ­Eltern, der Verlust eines nahen Verwandten, von Mama oder Papa – Situationen, mit denen Kinder und Jugendliche nicht umgehen können. Die sie traurig und einsam ­machen. Und wo der Verein Rainbows mit Sitz am Richard-Wagner-Platz 3 und Gruppen in vielen Bezirken wichtig wird. Denn er hilft, Krisen zu bewältigen. Mit Oktober haben die neuen Rainbows-Trennungs-/Scheidungsgruppen für Kinder zwischen vier und 17 Jahren begonnen. Wobei wichtig ist: Finanzielle Unterstützung für den Kostenbeitrag ist nach Absprache möglich. Rainbows will nicht, dass die Unterstützung am Geld scheitert.

Bei Interesse E-Mail an wien@rainbows.at, Telefon-Nr. 01/907 37 33 oder www.rainbows.at

Ein neues Zentrum für den Kampfsport

Nicht nur die professionelle Young-Ung-Taekwondo-Schule auf der Mariahilfer Straße ist seit Jahren erfolgreich. Rudolfsheim-Fünfhaus hat seit Anfang September einen weiteren Kampfsport-Schwerpunkt. Im ASKÖ-WAT-Bewegungszentrum auf der Schmelz wurde der Verein „Dojang“ eröffnet.

Zentrum für alle

Obmann César Valentim konnte sich damit einen ­Lebenstraum erfüllen. „Wir verstehen uns als Bewegungszentrum für alle. Ob alt oder jung, ob gesund oder beeinträchtigt, hier findet jeder seinen Platz“, betont Valentim. Beim Eröffnungsfest machte nicht nur ASKÖ Wien-Präsident Johnny Schweiger seine Aufwartung, sondern auch ein Taekwondo-Team aus Tschechien zeigte sein Können. „Es war eine tolle, bunt gemischte Eröffnung“, erzählt der Vereinsobmann.

Mehr Infos: www.wientaekwondo.com | www.facebook.com/wientaekwondo | Tel. 0676/424 91 38

Markt-Gastro bleibt!

Seit zwei Jahren kämpft der Bezirk darum, den Schwendermarkt bei der Mariahilfer Straße wiederzubeleben. Und vieles ist gelungen: „Wir verfolgen die langfristige Vision, den Schwendermarkt als Genusszone zu positionieren, in der gesunde Lebensmittel verkauft werden“, gibt Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal die Linie vor. In der alltäglichen Praxis setzt Marktko­ordinator Willi Haberl die ­Vorgaben engagiert um.

Ausnahme erreicht

Doch immer wieder türmen sich überraschende Hürden auf. Wie zuletzt das vieldiskutierte „Gastronomieverbot für neue Marktstandler“ vulgo „Nebenrechte-Verbot“. „Das wäre der Todesstoß, da die Marktstandler ohne die ­Gastronomie nicht überleben können“, ist Zatlokal überzeugt. Gemeinsam mit Haberl hat er das Gespräch mit der zuständigen Stadträtin Ulli Sima gesucht. Und für den Schwendermarkt die Zusicherung bekommen, dass die ­bestehenden Nebenrechte auch bei Standübergabe nicht ­verloren gehen.

Neuer Stationsname

Damit nicht genug, wurde in den Rathaus-Gesprächen auch noch ein lang gehegter Wunsch erreicht. Nämlich die Umbenennung der Straßenbahn-Station Rustengasse in „Rustengasse/Schwendermarkt“. Das betrifft die ­Linien 52 und 58.

Bordell: Der Bezirk probt den Aufstand

Seit kurzem ist der Betrieb als Laufhaus bei der Polizei eingereicht. Jedenfalls ist sich der Bezirk diesmal einig: Das nehmen wir nicht hin! Nur sechs Grüne sind ausgeschert – alle anderen 47 Parteienvertreter haben in der Bezirksvertretung klar gesagt: Nein zum geplanten Laufhaus Ecke Linzer Straße/Pachmanngasse neben einer Schule, einem Spielplatz, einem Kindergarten und einer Pfarre! „Ich stehe voll hinter den Bürgern, die dagegen protestieren. Der Standort ist mehr als ungeschickt, um es vorsichtig zu formulieren“, so Bezirksvorsteherin ­Andrea Kalchbrenner (SPÖ).

Eine Provokation

Schärfer formuliert es ÖVP-Bezirksrätin Elisabeth Kohl: „Das geplante Prostitutionslokal ist schlicht als Provokation zu bezeichnen! Auf einer Skala von 1 bis 10 der ungeeignetsten Örtlichkeiten ­erhält es eine glatte 10.“ Wobei die Besitzerin des ­Ecklokals auch noch ein ­anderes Bordell betreibt – und jetzt den Standort Linzer Straße 226 betreiben möchte. Umgebaut wird schon länger, auch Schilder wurden schon angebracht. Nach der Einreichung liegt der Ball jetzt beim Landespolizeikommando – bis Redaktionsschluss gab es keine Entscheidung. „Wir haben als Bezirk ja ­keinerlei Handhabe“, betont dazu die Bezirkschefin. 

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Turnsäle für Kurse öffnen

Bei Neubauten von Turnsälen und Sportstätten soll künftig auch an die Inte­gration von außerschulischen Angeboten durch Vereine gedacht werden. Beispielsweise im neuen Schulzentrum in der Mittelgasse, wo gerade ein Turnsaal gebaut wird. Das schlägt die Bezirksvorstehung Mariahilf vor. Im Turnsaal der VS St. Marien in der Liniengasse gibt es bereits jetzt exter­ne Judo-Kurse (siehe Bild oben).

Sicherheitspakt für Parks gefordert

Medienberichte über eine ­Jugendbande mit 20 Mit­gliedern, die im Währinger Park ­Kinder und deren ­Eltern tyrannisieren, haben Währings Politiker aktiviert. Den Banden müsse sofort ­Einhalt geboten werden, fordert etwa FPÖ-Bezirks­obmann Udo Guggen­bichler.

Runder Tisch

In eine ganz ähnliche Kerbe schlägt ein VP-Antrag, der die Einberufung eines runden Tisches für Sicherheitsfragen verlangt. Die Straßen- und Parkbeleuchtungen bei sogenannten Angsträumen müssen verbessert werden, Notrufsäulen für rasche Hilfe durch die Polizei sorgen und eine bessere Überwachung der Parks sollte mehr Sicherheit ­bringen. In diesem Sinn arbeitet seit einiger Zeit die ­Polizei auch in der Aktion „Gemeinsam.Sicher“ mit Schulen, Bürgerinitiativen und Anrainern zusammen. Die Bezirksblauen fordern nun zusätzlich, dass ein ­Sicherheitspakt geschlossen werden soll. Das Problem sei, dass die Polizei aufgrund der Gesetzeslage erst aktiv ­werden kann, wenn etwas passiert ist.

Antrag

Der Währinger FPÖ-Klub­obmann Georg Köckeis hat in der Bezirksvertretung nun einen Antrag gestellt, in dem die Bezirksvorsteherin Silvia Nossek aufgefordert wird, mit den Organen der Exekutive, der zuständigen Stadträtin Ulli Sima und der MA 42 Kontakt aufzunehmen, um einen solchen Sicherheitspakt zu konzipieren. Die Währinger Grün­oasen müssen für die ­Familien erhalten werden und dürfen nicht zu „No-go-­Zonen“ verkommen.

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Besser unterwegs mit Kinderwagen und Co.

Bereits seit mehreren Jahren werden die Stationen entlang der U6 (der ehemaligen Stadtbahn) von den Wiener Linien saniert. Die Aufgabe ist nicht immer einfach, stellen doch alte Bausubstanz und Auflagen des Denkmalschutzes besondere Herausforderungen dar. Heuer wurde die Station Währinger Straße saniert, nächstes Jahr sind die Instandsetzungs­arbeiten bei der Nußdorfer Straße geplant. Josefstädter und Alser Straße wurden ­bereits fertiggestellt.

Besserer Zugang

Auch die Generalsanierung der Gumpendorfer Straße steht bevor. „Heute ist es für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder einen Kinderwagen mithaben, eine Herausforderung ins ­Gebäude zu kommen“, ­beschreibt Bezirksvorsteher Markus Rumelhart die Situation und weiß: „Alleine die Schwingtüren sind für viele ein Hindernis.“ Der Mariahilfer Bezirkschef möchte daher sicherstellen, dass nach der Sanierung der Zugang mit Kinderwagen, Rollstuhl und Co. leichter möglich ist. Auch der Wartebereich für Bus- und Bim-Verkehr müsse adap­tiert werden. Ein dementsprechender Antrag wurde im Bezirks­parlament eingebracht.

Vom Nordwestbahnhof ins Königreich Saudi-Arabien

Wer eine Zeit lang das Gelände des Nordwestbahnhofs durchstreift, trifft über kurz oder lang auf futu­ristisch anmutende blaue und rote Züge. In manchen Waggons wird an der Elek­trik geschraubt. Der Kontrast zum langsam vor sich hin welkenden Bahnhofsgelände könnte drastischer nicht sein.

Metro für Riad

Ein Rundruf unter den „­üblichen Verdächtigen“ ergab: Die Züge stammen aus Simmering. „Ja, das sind unsere U-Bahn-Züge“, heißt es von Siemens. Die Züge sind Teil eines einzigartigen Projekts: Riad, die Hauptstadt Saudiarabiens, erhält eine Metro. Die 6,5-Millionen-Metropole mitten in der Wüste soll bis 2030 auf 8,3 Millionen Einwohner wachsen und ­benötigt eine zeitgemäße Verkehrsinfrastruktur. Den Zuschlag hierfür erhielten drei internationale Konsortien, die Züge für zwei ­U-Bahn-Linien kommen von Siemens.

Im Detail handelt es sich um 41 Züge mit vier und 26 mit zwei Waggons. Die blauen für die Linie 1, die roten für die Linie 2. Die Züge sind mit allen erdenklichen Finessen ausgestattet. In einer Stadt, in der die Spitzentemperaturen mehr als 40 Grad erreichen und rundum Wüste ist, braucht es zum einen Klimaanlagen, zum anderen spezielle Filter, die den Sand von sensiblen Fahrzeugkomponenten und den Insassen fernhalten. Auf dem Nordwestbahnhof sind die Züge zwischengeparkt, da im Simmeringer Werk schon wieder ein neuer Auftrag abgearbeitet wird. Schlussendlich „in die Wüste geschickt“ werden die blauen und roten Waggons wohl über den Hafen Hamburg oder Rotterdam.

Der Ausbau kommt ganz sicher

In der laufenden „Zeit der fokussierten Unintelligenz“ (Häupl, 2005) wird Wien als äußerst unsicher, nahe Chicago oder Istanbul dargestellt. Manche beziehen sich auf längst vergangene Zeiten, als es im Bereich der U6 noch rundging.

Mehr Überwachung

Das hat Wien in den Griff ­bekommen – und zum Anlass genommen, die Sicherheit in den Öffis zu erhöhen. Jetzt folgt die nächste Ausbaustufe: „Bis Ende 2019 werden insgesamt 330 Mitarbeiter auf Bahnsteigen und in den U-Bahn-Fahrzeugen ­unterwegs sein und sich ausschließlich um die Sicherheit und das Service für die Fahrgäste kümmern“, so Öffi-Stadträtin Ulli Sima. Wobei die Krimi­nalitäts­bekämpfung weiterhin Sache der Polizei bleibt.

Auch die Videoüberwachung ist dabei ganz wichtig. Es ­werden 700.000 Euro in neue Anlagen investiert, um die 104 ­U-Bahn-Stationen und die Züge besser ausstatten zu können. Heute liefern auch schon 11.000 Kameras ­aktuelle Bilder.

Zur Stoßzeit erreicht jede U2 die Seestadt

Es war ein großer Wunsch der „Seestädter“, für den sich Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy schon seit längerem einsetzte: Nicht jeder zweite U-Bahn-Zug, sondern jeder sollte seine Fahrgäste bis zur Endstation Seestadt bringen. Seit September ist dies nun am Morgen und am Nachmittag, also zu den Stoßzeiten, der Fall.

Diskonter

„In Zukunft wird jede U2 bis Seestadt fahren“, sagt Nevrivy. Dies wird allerdings davon abhängen, wie schnell die arbeitende und die Wohnbevölkerung des neuen Stadtteils wächst. Laut den Wiener Linien, die permanent Fahrgastzählungen durchführen, wäre ein solcher Betrieb ­derzeit nicht angebracht. Die Umsetzung eines weiteren Anliegens der Seestadt-Bewohner wird noch etwas dauern: ein zweiter Supermarkt. Derzeit kauft man beim Spar ein, viele wünschen sich einen Lebensmitteldiskonter. „Im Zuge der zweiten Ausbaustufe wird in den nächsten Jahren ein zweiter Nahversorger kommen“, verspricht Nevrivy. Bereits im nächsten Frühjahr beginnt die Umgestaltung des Dr.-Adolf-Schärf-Platzes, wo das „Forum Donaustadt“ ­errichtet wird. Eine Menge Gratisparkplätze fallen dann weg. Nevrivy: „Es wird ausreichend Stellplätze geben.“

Bootstaufe für „Job Ahoi“

Es war ein großer Tag für die Jugendlichen der Jobfabrik in der Dr.-Otto-Neurath-Gasse: Das Boot „Job Ahoi“, das sie in mühevoller Arbeit im Rahmen ihrer Ausbildung gebaut hatten, war fertiggestellt und wurde an der Alten Donau vor der Segelschule Hofbauer getauft. Die Tauf­paten waren Bezirkschef Ernst Nevrivy, Otto Knapp, Chef der Volkshilfe Wien, und Andrea Schmon, Leiterin des Sozi­alministeriumsservice Wien.

Unterstützung

Ausbildungsprojekte wie dieses sind gerade in einer Zeit immer höherer Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt ­extrem wichtig. Manche ­Jugendliche benötigen nach dem Ende ihrer Schullaufbahn etwas mehr Zeit und Unterstützung, um sich zurechtzufinden. Diese Unterstützung bietet die Volkshilfe Jobfabrik seit mehr als 20 Jahren und seit September in der Donaustadt. Die Jugendlichen trainieren dort ihre handwerklichen, sozialen und schulischen Fertigkeiten. Sie arbeiten gemeinsam in einer Küche oder Backstube, gärtnern, malen die Fabrik aus oder arbeiten bei Kooperationspartnern wie McDonald’s.

© Rastegar

Der Strom kommt aus der Kiste

Erfindung aus Floridsdorf – Treibstoffkanister schleppen war gestern: Die Entwicklung des jungen Wiener Unternehmens Base.Energy wird mit Sonne betrieben. „Die Menschen interessieren sich immer mehr für Solarstrom, wurden bisher jedoch mit Bürokratie, Kosten und Komplexität überhäuft“, erklärt Gründer Simon ­Niederkircher. Mit seinem Team hat der junge Floridsdorfer den ­SolCube entwickelt, der kürzlich auf der Vienna Design Week präsentiert wurde: ein Stromgenerator mit eingebauter Batterie und Steckdose, der mit herkömmlichen Solarmodulen aufgeladen wird und Größe und Gewicht des ­Geräts einer Bierkiste hat. Damit hat man im Wohnmobil oder im Schrebergarten Strom für bis zu 140 Stunden Licht, 40 Tassen Kaffee oder 14 Laptop-Ladungen. Die Kaufversion soll Ende 2017 auf den Markt kommen.

Baum gefällt im ­Kastanien-Park

Die mehr als hundert Jahre alte, prächtige Kastanie wies nämlich, wie eine Untersuchung ergeben hatte, am Stamm mehrere morsche Stellen auf, die einem kräf­tigeren Sturm nicht mehr standge­halten hätten, wie man im Stadtgartenamt ver­sicherte. Der Baum musste deshalb aus Sicherheitsgründen gefällt werden, weil der Platz unter dem Baum im Winter auch als überaus beliebter Rodelhügel genutzt wird.

Rodung

Der Baumriese ist mittlerweile abtransportiert und ein Bereich für eine Ersatzpflanzung ist ebenfalls bereits ­ausgepflockt. Das Team der MA 42 nutzte ­freilich die ­Gelegenheit, auch weitere Rodungsmaßnahmen in der Anlage vor­zunehmen. So wurden etwa die dichten Sträucher
in der Grünanlage besonders ­radikal zurückgeschnitten – zum Leidwesen der Kinder, die sich hier gut verstecken konnten und hier auch immer ungestört spielen durften. Jetzt stehen hier nur noch einige nackte Holzstämme ohne jedes Grün.

Sicherheit

Der radikale Rückschnitt war notwendig geworden, weil sich hier in den Nachtstunden auch öfter Obdachlose niedergelassen hatten. Der schlecht beleuchtete Weg entlang des Parks verstärkte das Unsicherheitsgefühl der Passanten. Mehrere Beschwerden bei den Grätzlpolizisten des 17. Bezirkes haben dann die MA 42 veranlasst, mit den Baumsägen einzuschreiten.

Happy End dank Tierretter

Gleich zwei armen Tieren konnte die Berufsfeuerwehr Wien in Simmering in den vergangenen Wochen das Leben retten: Nachdem die Katze Zula in einem Spalt zwischen der Garage und dem Geräteschuppen ihrer Besitzer gefan­gen war, half nur mehr der spektakuläre Einsatz der Feuerwehrmänner, die Zula mittels Bohr- und Stemmhammer wieder befreiten. Ein kleiner Igel, der mit seinem Kopf in einem Gitter stecken­blieb, konnte ebenfalls unverletzt erlöst werden.

© MA 68

142 neue Wohnungen im ehemaligen Spital

Im Grätzel Felberstraße 66–76 errichtet die Gesiba ein neues Wohnhaus mit 142 Einheiten. Vor wenigen Tagen wurde das Startsignal auf dem Gelände des ehemaligen Kaiserin-Elisabeth-Spitals erteilt. „Damit wird die Nachnutzung des Geländes weitergeführt“, so Gemeinderätin Claudia Laschan. „Für den Bezirk bedeutet das mehr leistbare Wohnungen und eine Aufwertung des Gebietes.“ Stadtrat Ludwig ist noch aus einem anderen Grund von dem Projekt überzeugt: „Mit einem Supermarkt und Kindergarten direkt in der Anlage eignet sich das Projekt besonders für junge Familien, die ein neues Zuhause im historischen Bau­bestand suchen.“