Mehr „Flexity“ ab Ende 2018

Seit Jänner beherbergt das Betriebsgelände der Wiener Linien in Simmering den ersten, komplett fertigen „­Flexity“. Die moderne Straßenbahn soll künftig für noch mehr Bequemlichkeit und zugleich geringere Umweltbelastung in der Stadt sorgen. „Wir freuen uns sehr, dass der Flexity endlich zu Hause angekommen ist. Für die Fahrgäste bringt die neue, barrierefreie Straßenbahn künftig noch mehr Komfort und für die Umwelt noch mehr Entlastung, etwa durch den niedrigen Energieverbrauch. Der Flexity wird das Stadtbild in den nächsten Jahrzehnten entscheidend mitprägen“, so Öffi-Stadt­rätin Ulli Sima bei der Präsentation der neuen Bim.

Hightech

Bis zum Jahresende werden umfangreiche Tests auf dem Gelände der Wiener Linien, aber auch ohne Passagiere im Öffi-Netz selbst durchgeführt. Ende 2018 startet der Betrieb mit Fahrgästen. „Jede Steigung und jede Kurve muss getestet werden. Auch unsere Mitar­beiter lernen den neuen Flexity davor intensiv kennen“, so Günter Steinbauer von den Wiener Linien.

Mehr Infos: wienerlinien.at

Das Pickerl kommt!

Das lange Warten hat ein Ende, denn nach zahlreichen Treffen der zuständigen Behörden gibt es jetzt ein konkretes Datum für den Start des Pickerls in Simmering. Ab 5. November wird die Zone A im Zentrum des Bezirks zum Parkpickerl-Bereich. Damit soll das Parkproblem der Anrainer in dieser Gegend verringert werden. Geplant ist auch, dass ab Anfang September die ­Anträge für das Parkpickerl in der Zone A gestellt werden können.

Abstimmung

Bei der Befragung im vergangenen Herbst wurde Simmering in drei Zonen gegliedert. Die Bewohner haben für eine Einführung der Parkraum­bewirtschaftung im Zentrum des Bezirks gestimmt. In den beiden anderen Zonen Richtung Stadtrand entschieden sich die Befragten dagegen.

Der Weg zum Pickerl

„Die Einführung des Pickerls ist keine Kleinigkeit. Es gibt viele Schritte bis zum Beginn, um die wir uns kümmern müssen. Von Verordnungen über Bodenmarkierungen bis hin zu diversen Vorschriften“, so die Bezirksvorstehung. Bis Anfang November müssen sich die Bewohner deswegen noch ­gedulden. Der ­detaillierte Plan zu den einzelnen Zonen ist demnächst online auf www.wien.gv.at ersichtlich.

Ein Lächeln gibt es gratis dazu!

Yalcin Karakoc ist ­Optimist, obwohl er es nicht immer leicht hatte. Vor neun Jahren kam er ohne Deutschkenntnisse nach Österreich. Der ehemalige Student startete einen Getränkegroßhandel. Doch eigentlich wollte er schon immer einen Supermarkt eröffnen. Nach der Zielpunkt-Pleite mussten die Anrainer rund um die Holzknechtstraße oft weite Wege in Kauf nehmen, um frische Lebensmittel zu bekommen. Seit dem Sommer 2017 hat Karakoc das Gebäude von der Aria Trade gepachtet. Mittlerweile hat er fünf Mit­arbeiter. „Unser Sortiment ist ein wenig anders als erwartet. Wir verkaufen österreichische und türkische Produkte, vor allem auch Frischfleisch und frisches Gemüse“, sagt er. Sein Lieblingsprodukt sind die gerösteten Paprika, „damit kann man einen wunderbaren Salat ­machen“, lacht er.


Nachbar der Woche

Name | Yalcin Karakoc

Beruf | –Geschäftsführer

Alter | 35

Persönliches | Spazieren, reisen

Ich arbeite im | 10. Bezirk

Was ich an dem Bezirk mag | Es ist ruhig und grün.

Was ich an dem Bezirk nicht mag | Er ist etwas weit weg von meinem Wohnort Floridsdorf.

Was ich an meinem Beruf mag | Wir sind ein echter Nahversorger, vor allem für ältere Menschen.

Was ich an meinem Beruf nicht mag | Büroarbeit.

Was ich mir wünsche | Mehr Kunden. Wir -liegen eher abseits von der U-Bahn. Viele Menschen kennen manche Produkte hier nicht, die sie unbedingt probieren sollten. Der tür-kische Käse ist sehr gut.

Was mir wichtig ist | Meine Familie und mein Job.

Worauf ich stolz bin |
Auf meine Kinder.

Lebensmotto | Ich sprudle nur so vor Ideen und liebe es, mich einem neuen Projekt zu widmen.


Multimarkt
10., Holzknechtstraße 70
www.multi-markt.at

Viele 1- bis 3-Zimmer-Wohnungen

Rund 4.000 Gemeindewohnungen werden bis 2020 gebaut. Das erste Projekt mit 120 Wohnungen mit Balkon oder Loggia wird bis 2019 auf dem Gelände der ehemaligen AUA-Zentrale in der Fontanastraße errichtet. Knapp 90 % der Wohnungen haben 1 bis 3 Zimmer, sind also für Singles und Paare mit bis zu zwei Kindern geeignet. Auch den Bedürfnissen junger Wohnungssuchender wird Rechnung getragen. Mit der Jungwiener-Vormerkung haben Singles bis 30 die Möglich­keit, auch eine 2-Zimmer-Wohnung zu erhalten. Außerdem wird es ein Bewohnernetzwerk mit gegenseitiger Nachbarschaftshilfe geben.

Kein Busbahnhof und keine Hochhäuser

Bürgerversammlung zur Neugestaltung des Verteilerkreises: Die Verlängerung der U1 ist abgeschlossen. Nun geht es um die Zukunft des Favoritner Drehkreuzes. Mehrere Vorschläge werden derzeit geprüft.

Mehr als 250 Per­sonen waren der Einladung zur Bürgerversammlung zur Nachnutzung des Verteilerkreises Favoriten ­gefolgt. Bezirksvorsteher Marcus Franz stellt gleich zu Beginn klar, dass er sich weiterhin „gegen den Busbahnhof“ aussprechen werde.
„Bei ihrem Antritt hat die Vize­bürgermeisterin versprochen, nicht gegen den Bezirkswillen zu ­arbeiten. Dementsprechend baue ich auf ihr Wort.“

Zwischennutzung

Der Eigentümer ASFINAG errichtet seine Firmenzentrale nicht am Verteilerkreis und plant eine Zwischennutzung in der Osthälfte mit Pkw-Stellplätzen auf Widerruf. Ein Tagesticket soll 4–5 Euro ­kosten. Alle Parteien der Bezirksvertretung unterstützen Fußgängerbrücken von der U1-Station „Altes Landgut“ zum Stadion und zum FH-Campus. Großen Beifall erhielt die Anrainerforderung nach der Pflanzung neuer Bäume.

Sicherheit geht vor

Jedoch ist die Forderung der Polizei zu berücksichtigen, das Gelände bei Risikospielen per Helikopter überwachen zu können. Weitere Alternativen sind ein Primary-Health-Zentrum oder eine Polizeistation.

Althangrund: Jetzt wird neu diskutiert

Es ist eines der größten innerstädtischen Entwicklungsprojekte der letzten Jahrzehnte. Die Neugestaltung des Althangrunds, zwischen Nordbergstraße und Althanstraße, soll hunderte neue Wohnungen, mehr Durchwege und zusätzliche Grünräume im urbanen Raum schaffen. Doch für den ­Bezirk waren viele ­Fragen in der aktuellen Flächenwidmung nicht klar.

Neue Widmung

Vor allem in Bezug auf ein Hochhaus (126 Meter Höhe wurden kolportiert), die Umsetzung eines Einkaufszentrums, einer Garage und die Gestaltung attraktiver Durchgänge waren noch viele Fragen offen. „Bei einem Bauprojekt dieser ­Dimension darf der Bezirk nichts dem Zufall überlassen. Das sind wir den Alsergrundern sowie den nächsten Generationen schuldig“, so Bezirksvorsteherin ­Martina Malyar. Die Stadt will das Flächenwidmungsverfahren jetzt neu aufrollen.

Exklusives Outlet am Flughafen Wien

Der Fashion-Store Choicy lädt am 22. und 23. Februar zum Friends & Family Sale ein! Am Gelände des Flughafen Wiens findet im Office Park (außerhalb des Transitbereichs) ein zweitägiges Shopping-Event statt, bei dem nach Herzenslust trendige Top-Designer-Stücke der Flughafen Boutiquen sowie von Choicy mit bis zu 60 Prozent Rabatt ergattert werden können. Die Besucher können sich auf internationale Marken wie Calvin Klein, Armani Jeans, Timberland, Bullboxer sowie wunderschöne Mode aus Italien, Kopenhagen und Australien freuen.

Wann: 22. bis 23.2.2018
Donnerstag: 9 bis 17 Uhr
Freitag: 9 bis 16 Uhr

Wo: Office Park 1, Flughafen Wien
Konferenzraum 2, 1 . Stock
Parkhaus 4
Mehr zu Choicy finden Sie unter www.choicy.eu oder auf Facebook.

Neuer Empfang, alte Forderungen …

Vor einer großen Karte der Josefstadt mit den wichtigsten Projekten für die Zukunft wurde auch heuer wieder das neue Jahr von der SPÖ Josefstadt eingeläutet. Gemeinderat Heinz Vettermann und die Klubvorsitzende im Bezirk skizzierten die Herausforderungen der kommenden Monate. Vor allem im Bildungsbereich soll sich in ­Zukunft in der Josefstadt ­einiges tun.

Öffnung gefordert

Nicht lockerlassen will die Fraktion im Bezug auf die jahrelange Forderung, das Palais Strozzi endlich der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Anlage im ­unteren Bereich der Josefstädter Straße verfügt über große Grünflächen im urbanen Bezirk. Wiederholt kam es in den letzten Jahren zu Verhandlungen über eine endgültige Öffnung des Gebäudes, in dem sich mittlerweile das Institut für Höhere Studien befindet. 2018 wird weiter für die Öffnung ­gekämpft.

Richtung 90 und kein bisschen leise

Als Künstler prägte Arik Brauer mehrere Stilrichtungen des 20. Jahrhunderts, von Austropop bis Phantastischen Realismus. Mit 89 gibt er ein Tondokument neu heraus. Auf klassischem Vinyl.

Jedes Mal, wenn Arik Brauer eine seiner einzigartigen musikalischen Produktionen vorbereitet, dann ist das an und für sich schon ein Garant für eine gelungene sowie durchdachte Konzeption. Wenn es dann gar sein letztes Werk werden könnte, wird die Sache in ­vielerlei Hinsicht noch um ­einiges spannender. Er hat uns in sein privates Museum in Währing eingeladen und uns einen intimen Einblick in seine Welt gewährt. Vom Vinyl kommt Österreichs großer Maler und Musiker schnell auf die „Schrecken der Perfektion“ und erklärt, warum er der EU alles Gute wünscht.

Malerei jeden Tag

Das Malen auf der Staffelei wird Arik Brauer niemals loslassen, und Brauer will auch keinen der anderen Stile in der Malerei neu erfinden oder radikal umkrempeln. Das zu machen, was er kann und immer wollte, ist für Brauer das größte Geschenk: „Ich stehe in der Früh auf und male. Jeden Tag. Ich kann sagen, ich lebe malend.“

Zeitzeuge

Als echter Zeitzeuge des 20. Jahrhunderts, das er oftmals auch als Motiv für seine, dem „Phantastischen Realismus“ zugeschriebenen Werke ­verwendet, wohnt ihm eine absolut positive Euphorie des europäischen Staatenbundes inne, welche jedoch von einem Hauch der ehrlichen Ratlosigkeit ob der Entwicklung der gesamten Menschheit ­umspannt wird.

„Wenn wir von der Politik sprechen, dann sehe ich aus meinem Leben heraus die EU als einen Jahrtausend-Fortschritt an. Ein freiwilliger ­Zusammenschluss zwischen Staaten, der nicht einem Krieg diente, das gab es noch nie! Ich bin auch zuversichtlich, dass die Menschen diese lange Friedenszeit wieder erkennen werden und sich auch Europa wieder konsolidieren wird. Wie man hingegen mit der Umweltzerstörung umgehen will, dazu reicht meine Vorstellungskraft nicht aus. Alle Probleme gehen doch irgendwie von dieser Explosion der Bevölkerung aus. Seit ich lebe, in diesen lächerlichen Jahrzehnten, hat sich die Menschheit verdreifacht. Und jetzt soll sie sich wieder verdreifachen? Das kann leider nicht gut gehen“, so Arik Brauer.

Wir verlosen zehn exklusive Exemplare von „Von Haus zu Haus“!
(10 x 2 Vinyl-Platten Sonderedition)

© Arik Brauer



Benedikt Hesoun zu Besuch bei Arik Brauer in dessen Privatmuseum in Wien Währing.

Arik Brauer bereitet eine neue Schallplatte vor, vom Vinyl kommt der 89-Jährige schnell auf die Schrecken der Perfektion. Im  Interview erklärt Österreichs großer Maler und Musiker aber auch, warum er der EU alles Gute wünscht.

© Stefan Joham


Im Frühjahr 2018 wird die Vinyl-Edition der Musikproduktion „Von Haus zu Haus“ veröffentlicht.

Es wird  nur noch dieses eine Werk veröffentlicht. Die Musik selbst interessiert mich aber in immer höherem Maße, ich höre viel Klassik und guten Jazz , Stücke aus meiner Jugend (Arik Brauer ist Jahrgang 1929, Anm. d. Red.) z.B. Mahalia Jackson!

Das einzige, wozu ich mein ganzes Leben lang keine Verbindung aufbauen konnte, ist Musik aus elektronischen Geräten. Perfektion ist ja etwas Unmenschliches. Auch die Natur ist nicht perfekt, sie braucht dieses leichte Variieren, um Neues hervorzubringen. Das sieht man ja auch in der Architektur früherer Zeiten; ein völlig gerader Turm im mathematischen Sinne war lange gar nicht möglich. Und er hat auch etwas Langweiliges.

Die Übergabe kreativer Techniken an den Computer führt zwangsläufig dazu, dass sich der Mensch nicht mehr darinnen wiederfindet. Es geht ja um eine Kombination. Das, was uns am menschlichsten macht, sollten wir anstreben und das ist nun einmal die Kunst. In jedem Gegenstand vom einfachen Esslöffel bis zum Wolkenkratzer müsste immer noch etwas Menschliches enthalten sein. Die Automaten helfen ja nicht nur, sie führen und auch ständig unser Unvermögen vor. Je perfekter das ist, desto ohnmächtiger sind wir.

Hat damit auch die aktuelle Begeisterung für Vinyl, immerhin kommerziell eines der wenigen Wachstumsfelder der Musikbranche, zu tun?

Zunächst denkt man, dass ist nur so eine Modeerscheinung. Aber auch bei diesen Moden steckt oft ein echtes Bedürfnis dahinter. Vielleicht geht es da ebenfalls einfach um die eigene Tätigkeit, darum aktiv zu werden. „Ich leg mir Musik auf“, klingt nicht nur anders als „ich schalte ein“, es hat auch eine andere Qualität, als einen Knopf zu drücken. Ich glaube aber nicht, dass man die Geschichte oder auch die Kunstgeschichte zurückkurbeln kann. Es hat sich aber mittlerweile doch einiges als falsch herausgestellt. Die Euphorie für den Fortschritt wie wir sie in den 1950er und 1960er Jahren noch hatten, wurde deutlich eingebremst.

Und die Kunst wäre das Heilmittel gegen diese Angst in den Städten?

Die Kunst wurde ja systematisch abmontiert im letzten Jahrhundert. Seit der Erfindung der Fotografie ergab sich eine neue Fragestellung an die Malerei und die wurde unterschiedlich beantwortet von der bildenden Kunst. Was die Malerei betrifft, ist sie für viele Fachleute eine Kunst der Vergangenheit und von gestern. Ich halte das für vollkommen falsch. Für mich stellt sie eine Entfaltung des Menschen dar, die sich mit dem Erlernen einer Sprache vergleichen lässt: Es geht um die Ausdrucksmöglichkeiten und das Erfinden von Neuem. Einen Baum mit allen Blättern, die er hat, zu malen, kann der Mensch nicht, das schafft nur der Fotoapparat. Aber das soll der Mensch auch gar nicht können, er braucht nur im Stande sein, den Ausdruck des Baums, die Stimmung, zu erfassen.

Dazu kommt, dass auch die physische Bearbeitung von Material einen Urtrieb darstellt, der zurückgeht bis zum steinzeitlichen „Nestbau“. Die Arbeit mit den modernen Materialien – auch wenn es da kreative Leistungen gibt – beantworten dieses Bedürfnis nicht. Wenn sie nur einen Knopf drücken und etwas ist nicht mehr grün, sondern in Sekunden rot, dann geht das nicht nur zu schnell. Es fehlt auch was. 

Im Frühjahr 2018  kommt als Tondokument  Ihr „Von Haus zu Haus“ als Vinyl-Edition heraus. Wie steht es mit der Malerei?

Ich stehe in der Früh auf und male. Jeden Tag. Ich kann sagen, ich lebe malend.

Hat sich dabei etwas geändert an Technik oder Farben?

In meinen Augen schon, wobei ich nicht weiß, ob das auch Betrachtern auffallen würde. Ich gehöre aber zu den Malern, die ihr Leben lang das Gleiche gemacht haben. Im Gegensatz zu denen, deren berühmtestes Beispiel wohl Picasso darstellt, die sich immer neu erfinden. Das allein kann aber auch kein Qualitätsmerkmal sein. Auch Breughel hat stets das Selbe gemacht, Mozart auch.

Was fasziniert einen nach Jahrzehnten an der Staffelei noch?

Man vertieft die Sache, die man hat und an die man glaubt. Wenn man das kann. Deshalb hält man daran fest.

Freut Sie als Dialekt-Pionier („Sie hab‘n a Haus baut“) die Rückkehr wienerischer Texte in die Popmusik?

Die letzten Jahrzehnte wurde viel auf Englisch gesungen, weil die jungen Leute das auch weitaus besser können als in meiner Generation. Mir waren die Texte ja oft peinlich, weil man gemerkt hat, das ist jetzt kein „native English“. Vor allem aber soll man die Sprache ja nicht nur als Verständigungsmittel betrachten, sondern auch in ihr denken und träumen. Es wäre also eine Sünde, ein musikalisch vorgetragenes Gedicht, was für mich ein Lied immer war, in einer Fremdsprache zu machen. Dazu kommt, dass der Dialekt eine starke Potenz hat. Nicht nur das Wienerische, sondern jeder Dialekt.

Aber zu viel Zucker im Tee ist auch ungesund… Als ich die Chansons in Paris geschrieben habe, das war noch in den 1960er Jahren, bin ich draufgekommen, dass der Wiener Dialekt mit der deutschen Sprache das Gleiche macht wie die französische Sprache zuvor mit dem Latein: Sie lässt Buchstaben weg um des besseren Sprachflusses wegen. „I hob an Huat“ klingt viel besser als „Ich/habe/einen/Hut“.

Bei all der Nostalgie heute: Wäre da eine Zusammenarbeit mit einer der aktuellen Bands nicht reizvoll?

Mich haben schon ein paar Gruppen angesprochen, die Chansons von mir vortragen, und das mal besser, mal weniger gut tun. Aber ich finde immer, dass die Jungen lieber was Eigenes erfinden sollen, als bei etwas zu „hitchhiken“, was ein anderer gemacht hat. Das gilt vor allem bei den Texten. Wobei leider manche von mir immer noch Aktualität besitzen

Wenn Sie sich doch noch hinsetzen würden, um ein Lied zu schreiben, was wäre so ein Thema?

Vermutlich die Thematik, die momentan ganz Europa in seinen Grundfesten erschüttert, und an der man gar nicht vorbeischreiben kann.

Wie zuversichtlich blicken Sie in die Zukunft bei solchen Herausforderungen?

Wenn wir von der Politik sprechen, dann sehe ich aus meinem Leben heraus die EU als einen Jahrtausend-Fortschritt an. Ein freiwilliger Zusammenschluss zwischen Staaten, der nicht einem Krieg diente, das gab es noch nie. Ich bin auch zuversichtlich, dass die Menschen diese lange Friedenszeit wieder erkennen werden und sich auch Europa wieder konsolidieren wird. Wie man hingegen mit der Umwelt-Zerstörung umgehen will, dazu reicht meine Vorstellungskraft nicht aus. Alle Probleme gehen doch irgendwie von dieser Explosion der Bevölkerung aus. Seit ich lebe, in diesen lächerlichen Jahrzehnten, hat sich die Menschheit verdreifacht. Und jetzt soll sie sich wieder verdreifachen? Das kann nicht gut gehen!

 

Kultur für das Gedenkjahr

Das Ende des Ersten Weltkriegs. Der Start der Republik. Die sexuelle Revolution. Der Putsch in Prag. Der Anschluss an Deutschland. Im Jahr 2018 werden zahlreiche historisch relevante Jahrestage begangen.

Projekte gesucht

Der Alsergrund hebt das besondere Gedenkjahr vor den Vorhang. Und ist auf der Suche nach außergewöhnlichen Projekten rund um die vielen Jahreszahlen von 1848 bis 1968. An Künstler und Kulturschaffende werden Stipendien vergeben. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Im Herbst sollen die geförderten Projekte dann im 9. Bezirk gezeigt werden. Der Bogen soll sich von Aufführungen und Vorträgen hin zu wissenschaftlichen Arbeiten strecken. Wichtig ist nur ein Bezug zum Alsergrund. Kultur- und Kunstschaffende, die sich für dieses Stipendium interessieren, können ihre Bewerbung bis 30. April an die Bezirksvorstehung Alsergrund, Währinger Straße 43, schicken.

Bewusst entgiften führt zum Neustart

Fasten ist modern geworden. Man stellt sich der persönlichen Innenschau und Lebenserfahrung. Eine Auszeit für Körper und Geist ist gesund und tut sprichwörtlich gut. Der gesamte Energie-Haushalt kommt wieder in Balance. Dafür sorgt das Naturheilfasten, eines der neuen Check your life®-Programme im Miraverde**** Bad Hall, dem Gesundheitshotel der Eurothermen.

Fasten ist individuell

Wer fastet, möchte in erster Linie den Körper entgiften und die Folgen ungesunder Ernährung loswerden. Alleine ist es oft schwierig und man hat Bedenken, den ersten Schritt zu wagen. Das kompetente Team im Hotel Miraverde**** hat sich auf Natur-Heilfasten spezialisiert und begleitet professionell den individuellen Fastenprozess mit Fasten-Coaches, Ärzten sowie Ernährungs- und Sportwissenschaftern. Hier nimmt man sich Zeit für den Fastengast, damit Fragen gestellt und auch beantwortet werden können.


Natur-Heilfasten mit Fastencoach

8 Urlaubstage / 7 Nächte
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Eurothermen Resort Bad Hall
www.eurothermen.at

Die Sportler tanzen!

Bewegendster Ball des Jahres: So viele Aktive und Sportfreunde findet man selten auf einem Fleck wie am 17. März ab 20 Uhr im Rathaus, wenn die Landesverbände ASKÖ-WAT, ASVÖ und Sportunion zum traditionellen „Ball des Sports“ laden. 2.000 Gäste werden erwartet, neben actiongeladenen Show-Acts und Mitmach-Stationen treten zahlreiche Livebands auf, darunter Stella Jones mit der Formation Around Midnight. Nicht fehlen dürfen die Radio-Wien-Disco mit Live-DJ Johannes Willrader und die beliebte Mitternachts­quadrille. Die Tombola wird heuer zugunsten der Sporthilfe und des Sportpools Wien durchgeführt.

Wir verlosen 5×2 Tickets!

Mehr Infos und Karten unter www.ball-des-sports.at

© Alexander Felten

 

Größte Zauberkasten-Sammlung der Welt

Als Manfred Klaghofer mit acht Jahren einen Zauberkasten zu Weihnachten bekam, beschäftigte er sich fortan in jeder freien Minute mit dem magischen Kasten, der alle Utensilien für das perfekte Zauberprogramm enthielt. Mit 15 Jahren wurde er in einen Zauberklub aufgenommen und konnte seine Zaubertricks vor Publikum präsentieren. Vor rund zwanzig Jahren fing Klaghofer an, Zauberkästen aus aller Welt zu sammeln, und baute sich eine Sammlung auf, die mittlerweile Rekorde feiert.

Weltrekord

Da Klaghofer mit stolzen 3.240 Stück die größte Sammlung von Zauberkästen der Welt besitzt, findet man ihn im Guinness-Buch der Rekorde. Die Sammlung bewahrt der Geschäftsführer einer Baustoffhandel- und Transportfirma in seinem Museum auf.

Führung mit Zauber

Klaghofer will seine magischen Schätze mit Wien teilen und öffnet jeden ersten Sonntag des Monats sein Zauberkasten-Museum für Touristen, ­Interessierte und Nachwuchszauberer. In einer einstündigen Führung werden die beliebtesten Zauberkästen inklusive Zaubertricks präsentiert. www.zauberkasten-museum.at

Meidling: Kindergarten mit langer Geschichte

Er ist einer der ältesten Kindergärten Wiens und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Im städtischen Kindergarten in der Hetzendorfer Straße 57 fand nach umfassender Sanierung und Erweiterung die feierliche Wiedereröffnung mit Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky und Bezirksvorsteherin Gabriele Votava statt. Der im Zuge der Sanierung erweiterte Kindergarten bietet in insgesamt sechs Gruppen Platz für bis zu 130 Kinder bis 6 Jahre. Das mittlerweile denkmalgeschützte Gebäude wurde durch die General­sanierung zu einer modernen Bildungseinrichtung. Das ­Besondere an diesem Standort sind die magischen Märchendarstellungen an der ­Außenfassade.

Zukunftsfit

Der Innenbereich mit hohen Räumen und vielen Erkern bietet den Kindern ausreichend Platz zum Entdecken und Forschen. Der Bezirk hat insgesamt 2,3 Mio Euro in die Sanierung investiert. „Kinder sind unsere Zukunft. Ich freue mich sehr, dass es uns an diesem Standort gelungen ist, den hohen Anforderungen des Denkmal­schutzes und jenen an eine moderne, kinderfreundliche Umgebung gerecht zu werden“, betont Gabriele ­Votava. Unter diesen Rahmenbedingungen können Kinder und Pädagogen gemeinsam aus jedem einzelnen Tag ein freudvolles und spannendes Erlebnis machen.

Geschützte Haut im Gebirge

Momentan ist die ideale Zeit für Wintersport. Die Tage sind bereits länger, die Schneelage zumeist gut und die Sonne scheint wieder kraftvoller. Deswegen darf man nicht auf Sonnenschutz im Winter vergessen – speziell bei Kindern! Die Alpinsonnencreme von Paediprotect schützt nicht nur vor UV-Strahlung, sondern auch vor Kälte – anders als herkömmliche Sonnencremes. Erhältlich bei Müller, DM und Bipa.

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