Aktuell: Workshops gegen Rassismus

ZARA-Obmann Dieter Schindlauer warnt eindringlich davor, Rassismus nur als Überzeugung von Neonazis oder „rechten Jugendlichen“ zu sehen. „Rassismus ist leider ein Phänomen, das in allen politischen Strömungen oder sozialen Schichten vorkommt. Allerdings zeigen die Workshops, die ZARA seit vielen Jahren auch an Schulen abhält, dass die Präventionsarbeit mit jungen Menschen große Chancen bietet.“

Peer education für Berufsschüler

Gerade das erfolgreiche Projekt „peer education fu?r Berufsschu?ler“, das vergangenes Jahr an der Berufsschule fu?r Verwaltungsberufe im 5. Wiener Gemeindebezirk begonnen wurde, zeigt, welche Potenziale in Jugendlichen stecken. „Gerade Berufsschu?ler werden in den öffentlichen Debatten gerne in die rechte Schublade gestopft“, weiß Schindlauer. „Wenn man sich aber mit ihnen auseinandersetzt und ihnen andere Erklärungsmuster fu?r Konflikte anbietet als jenem, wonach „die Ausländer schuld“ seien, ergeben sich fu?r sie völlig neue Perspektiven.“ So berichten zu peer-TrainerInnen ausgebildete Berufsschu?lerInnen sehr offen daru?ber, dass sie selbst fru?her sehr viele Vorurteile gehabt hätten.

Die Trainings hätten es ihnen ermöglicht, nun offener auf andere Menschen zuzugehen und sie nicht mehr so schnell in Schubladen einzuordnen (nachzulesen unter www.zara.or.at/rassismusreport). „Dabei zeigt sich, wie begeistert die Jugendlichen sind, wenn sie einmal andere Perspektiven einnehmen können – und wie viel Kreativität und Mut in ihnen steckt.“

ZARA-Workshops in 30 anderen Schulen

Ähnlich positive Erfahrungen machte ZARA auch in Workshops an 30 Schulen, die vergangenes Jahr vom Bildungsministerium gefördert wurden. „Es ist fu?r uns sehr ermutigend zu sehen, welche Prozesse die Workshops bei Jugendlichen auslösen. Sie verstehen nämlich sehr schnell, wie belastend es fu?r das Klima in ihren Klassen ist, wenn es von Vorurteilen beherrscht wird“, bilanziert Schindlauer.

Alle ZARA-Trainings, Workshops, Lehrgänge und Vorträge hier.

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