Amphibienboote auf der Alten Donau

Schwimmen ist eine feine Sache, auch 
in der Alten Donau. ­Gestört wird das ­Vergnügen freilich dann, wenn man sich plötzlich von schwimmenden Teppichen aus Wasserpflanzen eingekreist sieht. Das Wachstum dieser für die Wasserqualität notwendigen Pflanzen hat in den vergangenen Jahren stark ­zugenommen. Um diesen Spaßverderbern – botanisch heißen sie „Makrophyten“ – Einhalt zu gebieten, hat die Gemeinde ihr „Mähmanagement“ auf neue Beine gestellt.

greifarme
Der im Vorjahr durchgeführte Pilotversuch wird heuer fortgesetzt: Dabei sind einerseits kleine, wendige „Amphibienboote“ im Einsatz, die mit vier Meter langen Mäharmen ausgestattet sind. Eingesammelt werden die abgeschnittenen Wasserpflanzen in ­zweieinhalb Metern Tiefe von einem anderen Boot, dessen Greifarme bis in diese Tiefe reichen. Insgesamt sind ­während der Saison je vier dieser Boote im Einsatz.
Die Boote können per GPS gesteuert werden und in einander überlappenden Bahnen mähen. Auf diese Weise entstehen durchgehend freie ­Flächen. 
In erster Linie wird entlang der Uferzonen gemäht, wo Badegäste und Bootsfahrer unterwegs sind. Die sogenannte Tiefenmahd fand ­bereits im April statt: Auf einem bis zu 100 Meter ­breiten Streifen entlang des ­gesamten linken Ufers der Alten Donau wurden Pflanzen knapp über dem Gewässergrund, also in zweieinhalb Metern Tiefe, ­geschnitten.
Hans-Paul Nosko