Arabische Kalligraphie einmal anders

Arabische Kalligraphie einmal anders, bezeichnet der in Wien lebende, gebürtige Jordanier Abd A. Masoud seine Arbeiten. Die arabische Schrift neu zu formen, mit Ornamenten und Symbolen zu kombinieren, aus einer bilderlosen Darstellung ein Bild zu kreieren ist sein Ziel.

Um das kalligraphische Element für das nicht arabisch sprechende Auge attraktiver zu gestalten, verzichtet der Künstler auf die traditionellen Hauptkriterien der Kalligraphie (weißer Hintergrund und schwarze Schrift).

Stattdessen findet der Betrachter Hintergründe in verschieden Mustern und Strukturen, sie präsentieren sich in einer abwechslungsreichen Farbpalette, ohne jedoch den visuellen Kontrast der arabischen Schrift zu beeinträchtigen. Der Künstler arbeitet gerne mit verschiedenen Farbschichten und fängt meistens mit einer dunkleren Farbe an, am liebsten mit schwarz. Wenn das Bild fertig ist, dann erscheinen diese Farbschichten in unterschiedlichen Plätzen und in verschieden Nuancen. Trotz all dieser Farbschichten die der Künstler auf die Leinwand überträgt, spürt der Betrachter eine große Leichtigkeit des Bildes

Jedes Bild hat einen weiß angedeuteten Rand als Bordüre und stellt für den Betrachter einen Rahmen im Rahmen dar. Dieser Rahmen symbolisiert für den Künstler das Fenster, durch das er in die Außenwelt schaut. Die Leinwand im Innenfeld dieses Rahmens wird vom Künstler mit Schriften in grundverschiedenen Stilen und Dukti versehen.

Im Mittelpunkt der großformatigen Bilder entdeckt man auch die Andeutung eines Kreuzes. Dieses kreuzförmige Symbole bringt den Betrachter über den möglichen Hintergrund oder über die Funktion, die dieses Kreuz hat zum nachdenken. Religiöse Aspekte versucht der Künstler jedoch zu vermeiden. Vielmehr symbolisieren diese kreuzförmigen Linien Falten, wie sie in alten Schriftmanuskripten zu finden sind. Dadurch wird den Werken eine zusätzliche Note erteilt, die der Künstler als Veralterung deuten will.

All seine Bilder werden mit einem länglichen rechteckigen Stempel in dunkelroter Farbe signiert. Diese Farbe dient nicht nur als ein reizvoller Kontrast zum geschriebenen Text, sondern soll auch eine positive Anregung für den Betrachter vermitteln.
In diesem Stempel hat der Künstler seinen Name absichtlich auf arabisch von rechts nach links geschrieben. Dadurch erscheint der Schriftzug des Stempels am Bild spiegelverkehrt. Der Hintergedanke den Abd A. Masoud damit hat ist jener,
dass trotz unterschiedlicher Sprachen in unserer vielfältigen kulturellen Umgebung die Kunst als Universalsprache zu nutzen und zu verwenden ist.

Inspiration und Anregung holt sich der Künstler oft aus alten arabischen Manuskripten und Karten. Mit künstlerischer Freiheit, ohne traditionelle Fesseln werden die alten Schriften im Gedanken neu gestaltet, neu interpretiert, um schließlich auf Leinwand gebracht zu werden.

Die neue Bilderserie „Constellationen“ lässt den Betrachter anfangen zu denken und Fragen zu stellen. Was sehe ich da? Was versucht der Künstler hier zu präsentieren? Ist das eine kartographische Zeichnung? Sind das mathematische Formeln in der Ecke? Was machen die Monde da? Und welches Sternzeichen sehe ich dort? Wo bin ich eigentlich? Ist das alles ein Teil aus einem Märchenbuch?

Der Nachthimmel, die Sterne, der Mond mit seinen Zyklen hat den Menschen immer schon fasziniert, ihr Leben beeinflusst. Astrologen haben ihn studiert und ausführlich beschrieben. Mit seiner Hilfe sind neue Länder entdeckt worden.

Mit all diesen verwendeten Elementen von Farben, Strukturen, Mustern, verschiedener Symbolik und Schriftduktus hat der Künstler eine einzigartige Harmonie hergestellt. Den Einfluss der fernöstlichen Philosophien fühlt man genauso wie man das Heute sieht. Die Bildkompositionen vermitteln dem Betrachter das, was der Leitsatz des Künstlers ist – Arabische Kalligraphie einmal anders.

  • Adresse: Spießhammergasse 4, 1120 Wien

Arabische Kalligraphie einmal anders

Permanente Ausstellung
Bei diesen Arbeiten handelt es sich um Darstellungen von arabischen Buchstaben, Wortfragmenten, ganzen Wörtern oder Sinnsprüchen kombiniert mit ornamentalen oder geometrischen Monogrammen, Linien und Zeichen.
Öffnungszeit
nach telefonischer Vereinbarung
Tel. 0664 737 537 08

  • Adresse: Spießhammergasse 4, 1120 Wien

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