Arbeiten zur Weihnachtszeit

Im Handel stehen wieder anstrengende Wochen bevor: Vorweihnachtszeit bedeutet für die Tausenden Beschäftigten lange Samstage, Arbeiten am Feiertag, viele Überstunden.

Arbeiten an den Samstagen vor Weihnachten und an den Weihnachtstagen

Damit Handelsangestellte auch in dieser Zeit zu ihrem Recht kommen, sollten sie genau Bescheid wissen über die "Spielregeln" für das Arbeiten an den Einkaufssamstagen vor Weihnachten, an den Weihnachtstagen und zu Silvester. Im Folgenden eine übersichtliche Zusammenfassung der wichtigsten rechtlichen Bestimmungen.

Was besagt das Gesetz?

  • An den vier Samstagen vor dem 24. Dezember dürfen die Geschäfte  bis 18 Uhr offen halten.
    Das sind heuer der 30.11., 7.12., 14.12. und 21.12.
  • Die Regelung, dass jeder zweite Samstag frei sein muss, gilt nicht für diese Einkaufssamstage vor Weihnachten. Sie können also an allen vier Samstagen eingesetzt werden.
  • Lehrlinge dürfen nur in Ausnahmefällen zu Überstunden herangezogen werden.

Wie viel ist Ihre Arbeit „wert“?

Wie viel Sie für die Arbeit an den Adventsamstagen bezahlt bekommen müssen, hängt von Ihrer Arbeitszeiteinteilung an den übrigen Samstagen im Jahr ab.

  • Wenn Sie von Jänner bis November im Monat öfter als einen Samstag nach 13 Uhr gearbeitet haben, dann bekommen Sie an den vier Adventsamstagen ab 13 Uhr Überstunden mit 100 Prozent Zuschlag – egal, ob Sie vollzeit-, teilzeit- oder geringfügig beschäftigt sind oder ob sie grundsätzlich nur samstags arbeiten.
  • In allen anderen Fällen haben Sie Anspruch auf Überstunden-Zuschläge nur dann, wenn Sie entweder die für den Tag vereinbarte Normalarbeitszeit oder die wöchentliche Normalarbeitszeit überschritten haben.
  • Bei Lehrlingen werden die Überstunden auf Basis des niedrigsten Angestelltengehaltes (BG 2/1. Berufsjahr) berechnet.

Zeitausgleich statt Geld?

Wollen Sie für Ihre Überstunden lieber Zeitausgleich nehmen, dann müssen Sie dies mit Ihrer Arbeitgeberin/Ihrem Arbeitgeber im Vorhinein so vereinbaren. Zwei Varianten stehen zur Auswahl:

  1. Sie nehmen für jede gearbeitete Stunde frei und lassen sich nur den Zuschlag auszahlen.
  1. Sie nehmen sich für jede gearbeitete Stunde im entsprechenden Verhältnis frei. Beispiel: für eine 100prozentige Überstunde erhalten Sie zwei Stunden Freizeit.


Achtung

Bei Zeitausgleich statt Geld für geleistete Überstunden werden diese bei anderen Entgeltansprüchen (Krankheit, Urlaub, Abfertigung ALT) sowie bei der Sozialversicherung nicht berücksichtigt. Empfehlenswert ist deshalb die Auszahlung!

Was gilt am Weihnachtstag und am Silvestertag 2013?

  • Für den Weihnachts- und Silvestertag gibt es spezielle Regelungen: Am 24. Dezember endet die Normalarbeitszeit um 14 Uhr, am 31. Dezember um 17 Uhr. Ausnahmen gelten für den Verkauf von Süßwaren, Naturblumen und Christbäumen und am 31. Dezember zusätzlich für den Verkauf von Feuerwerkskörpern und Lebensmitteln.
  • Die ausgefallenen Stunden (wenn Sie sonst an diesen Tagen länger zu arbeiten hätten) müssen entlohnt werden.
  • Arbeiten Sie am 24.12. tatsächlich nach 14 Uhr bzw. am 31.12. nach 17 Uhr, dann sind dies Überstunden.

Arbeiten am Sonntag?

Die Arbeit an Sonntagen ist durch das Arbeitsruhegesetz grundsätzlich verboten. Der Sonntag ist daher arbeitsfrei – bis auf ganz wenige Ausnahmen (z.B. Bahnhofsgeschäfte).

Der 8. Dezember

Der 8. Dezember fällt heuer auf einen Sonntag – die Geschäfte dürfen an diesem Tag nicht öffnen!

Weitere Infos auf: http://wien.arbeiterkammer.at/index.html

Die gesetzlichen Feiertage, die den Arbeitnehmern unabhängig von der Religionszugehörigkeit zustehen, sind:

  • 1. Jänner (Neujahr)
  • 6. Jänner (Dreikönigstag)
  • Ostermontag
  • 1. Mai (Staatsfeiertag)
  • Christi Himmelfahrt
  • Pfingstmontag
  • Fronleichnam
  • 15. August (Mariä Himmelfahrt)
  • 26. Oktober (Nationalfeiertag)
  • 1. November (Allerheiligen)
  • 8. Dezember (Mariä Empfängnis)
  • 25. Dezember (Weihnachten)
  • 26. Dezember (Stephanitag)
  • Adresse: Wien