Architektur, die sich Bedürfnissen anpasst

Für pflegebedürftige Menschen, die im Alter in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt sind, gewinnt die unmittelbare Umgebung zunehmend an Bedeutung. "Die Welt wird kleiner, die Gestaltung der Wohnhäuser hat ­daher einen entscheidenden Stellenwert“, beschreibt SP-Planungssprecher Gemeinderat Karlheinz Hora die Neubauoffensive bei den Pflegewohnhäusern.
Diesem gesellschaftspolitisch besonders wichtigen Thema widmet sich auch die aktuelle Ausstellung in der Wiener Planungswerkstatt. Unter dem Motto "das ganze Leben – neue Pflegewohnhäuser in Wien“ wird jene richtungsweisende Neubauoffensive thematisiert, mit der die Stadt Wien den Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft begegnet.

Wohnambiente wie im eigenen Heim

Denn um auch pflegebedürftigen Menschen eine hohe Lebensqualität zu bieten und eine adäquate Betreuung sicherzustellen, wird eifrig investiert. "Im Rahmen der Neubauoffensive wird viel Wert auf die Wohnlichkeit der Pflegewohnhäuser gelegt. Auch ältere Mitmenschen, die einer intensiven Pflege bedürfen, wollen, so gut es eben noch geht, aktiv am ­Leben teilhaben. Insgesamt werden in den kommenden Jahren an neun Standorten neue Häuser errichtet, das Haus in der Donaustadt wird generalsaniert. 2015 wird es ausschließlich moderne, am letzten Stand der Pflege­wissenschaften ausgerichtete Pflegewohnhäuser in Wien geben. Damit wird auch in Zukunft eine leistbare Pflegeversorgung für die Wiener ­sichergestellt“, erklärte Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT.
Die Ausstellung "das ganze Leben“ wurde in Kooperation der Geschäftsgruppen Gesundheit und Soziales sowie Stadtentwicklung und Verkehr umgesetzt und spannt einen Bogen vom Pflege- und Betreuungsalltag über die herausragende Architektur der Pflegewohnhäuser und Gärten bis hin zur zukünftigen Entwicklung der Pflege und Betreuung in Wien.

Ausstellung

Die Ausstellung ist noch bis 30. März 2010 in der Planungswerkstatt, 1., Friedrich-Schmidt-Platz 9, zu sehen. Jeden Donnerstag finden Führungen und Diskussionsveranstaltungen statt. Montag bis Mittwoch und Freitag von 9 bis 16 Uhr, Donnerstag von 9 bis 19 Uhr. Ab April ist die Ausstellung dann auch in der Leopoldstadt zu sehen.

  • Adresse: Friedrich-Schmidt-Platz 9, 1020 Wien

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