Aylin erobert die Modewelt im Eiltempo

Auf dem Weg zum Treffen mit Aylin Kösetürk frag­ten wir uns, ob sie wohl dem Model-Klischee entsprechen würde. Ist sie eine Zicke, ist ihr der Erfolg bei „Austria’s next Topmodel zu Kopf gestiegen? Als wir ankommen, wartet Aylin bereits vor dem Friseursalon ihres Vaters in der Steinbauergasse. „Leider wird der Salon gerade ­renoviert, sonst hätte ich ihn euch gerne gezeigt. Aber gehen wir doch in die Pizzeria am Eck, da können wir uns dann in Ruhe unterhalten“, werden wir freundlich begrüßt. „Im Salon von meinem Papa habe ich immer sehr viel Zeit verbracht, natürlich auch mitgeholfen, Haare gewaschen und gefönt.“ Doch dafür wird die Zeit immer knapper, immerhin geht es seit der Fernsehshow steil bergauf mit der Karriere des Models mit türkischen Wurzeln. So zierte sie zuletzt mit ihrem Vöslauer-Werbeplakat die komplette Fassade eines Hauses. „Das war einfach nur überwältigend. Ich hab gleich Fotos gemacht, und um ehrlich zu sein, ich hab schon Tränen in den Augen gehabt.“ Doch bis sie es dahin geschafft hat, hat ­Aylin durch die Schule von „Austria’s next Topmodel“ auf PULS 4 gehen müssen – oder dürfen? „Es war eine spannende Zeit, ich kann gar nicht sagen, was das Beste in all den Wochen war. Wir haben so tolle Reisen gemacht, haben so viele wichtige Designer kennengelernt und die Shootings waren aufregend.“ Die Show hat aus ­Aylin eine selbstbewusste junge Frau gemacht, das ist sicher. „Ich wollte mich ursprünglich gar nicht bewerben, weil meine Angst viel zu groß war, dass ich gleich in der ersten Folge hinausfliege und das sehen dann alle, das waren meine Gedanken. Aber zum Glück haben mich meine Freunde überredet, dafür bin ich ihnen wirklich sehr dankbar.“

Starallüren – für ­Aylin ein Fremdwort

Dann war es endlich so weit, das große Finale war da und Aylin wurde zur Siegerin gekürt. „Das war wie im Traum, und wenn ich ehrlich bin, dann denk ich manchmal noch immer, dass ich aufwache und alles nicht real ist. Auch an die Blicke der Leute auf der Straße musste ich mich erst gewöhnen. Es ist aber ein schönes Gefühl, wenn Menschen auf einen zukommen, und ich muss sagen, es waren bis jetzt die meisten sehr nett.“ Klarerweise gibt es aber auch Neider, und leicht war es während der „Austria’s next Topmodel“-Zeit auch nicht immer. „Ich habe schon gemerkt, dass die anderen Mädels sich mir und Sarah ­gegenüber plötzlich komisch verhalten haben, weil wir die meisten Jobs bekommen haben. Aber, das ist leider meis­tens so, mit Neid muss man lernen umzugehen.“
Das ist aber kein Problem, gerne fangen ihre Freunde und ihre Familie sie auf und halten sie auf dem Boden. „Meine besten Freunde sind meine Cousinen und Cousins, die würden mir schon sagen, wenn ich einen Höhenflug habe, und mich ganz schnell wieder runterholen“, lacht Aylin. Wir haben da keine Angst, dass das notwendig sein wird, denn nach dem Gespräch sind wir restlos von der Natürlichkeit des neuen Topmodels begeistert.

  • Adresse: Steinbauergasse 26, 1120 Wien

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