Bei Renato wird nicht geteert – nur gefedert

Im Fünften gibt es den einzigen Betrieb in Wien, der Federn nicht nur verkauft, sondern auch verarbeitet. Im feinen Atelier finden Fans des Federviehs alles, was ihr Herz begehrt: Aufwendig verarbeitete Stolas, flauschige Abendgarderobe und gefederte Hutkreationen. Norbert Tlusti setzt seinen Kunden zwar nicht die Krone, aber wunderschöne Federn auf – an welchem Körperteil auch immer seine Klientel die Schmuckstücke tragen möchte. Der Inhaber des Ateliers verarbeitet das Gefieder von vielerlei mehr oder weniger bunten Vögeln. Egal, ob es sich um indische Pfauenfedern handelt, um chinesische Hahnenfedern oder Flaus- und Kielfedern von der Pute.

Federschmücker und Schneider

„Großer Beliebtheit erfreuen sich Straußenfedern, die zumeist aus Afrika kommen“, erzählt Tlusti. „Wir achten natürlich bei allen unseren Bestellungen darauf, dass sie von gezüchteten Tieren stammen. Wenn wir die Waren in die Europäische Union einführen, müssen wir ohnedies alle Tierarztbescheinigungen vorweisen.“
Ein Kilo naturbelassender Straußenfedern kostet zwischen 300 und 2.000 US-Dollar, der Preis schwankt enorm. Dafür bekommt man rund 150 Stück, wobei allerdings nur ein Zehntel der besten Güteklasse entspricht.
Tlusti profitiert von seiner „Doppelfunktion“ als Schneider und Federschmücker. Er entwirft seine Kreationen und schneidert sie selbst zusammen. Zu seinen Kunden zählen zahlreiche europäische Theaterhäuser.  

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