Beim Essen im Dunkeln werden Speisen gefühlt

Ich gebe zu: Was das Essen betrifft, bin ich heikel. Als gebürtiger Burgenländer gilt bei der Nahrungsaufnahme für mich die Devise: Was der Bauer nicht kennt, das (fr)isst er nicht. Und gerade ich soll einen Erlebnisbericht über ein Restaurant schreiben, in dem man nicht sieht, was auf den Tisch kommt. In dem man bei der Bestellung zwar einen Hinweis bekommt, in welche "Richtung" es geht (österreichische Küche), nicht aber konkret, was serviert wird. Na Mahlzeit, denk ich mir. Und wage mich dennoch in das für mich Undenkbare: in den Keller des "Noir ­Vienna".

Ein "Guide" hilft beim Einschenken

Es ist eine Reise in die Dunkelheit. Fünf Sinne hat der Mensch, hier kann er nur vier davon einsetzen: Die Speisen kann man riechen, schmecken, man kann auf dem Teller ­herumtasten. Und man hört, dass es dem Tischnachbarn schmeckt. Auch mir beginnt es zu munden, schön langsam, aber sicher weichen meine Zweifel. Als Fleischtiger spüre ich (Tastsinn), wo sich mein Rinderfilet auf dem Teller befindet. Die Beilagen betrachte ich als Dekoration, sie wandern unangerührt zurück in die Küche.

Probleme habe ich beim Nachschenken meines Getränks. Kein leichtes Unterfangen, wenn man rein gar nichts sieht. Zum Glück stehen mir hilfreiche (blinde und sehbehinderte) Guides zur Verfügung. Ich überlebe den Abend unbeschadet (und gesättigt). Und ich werde wiederkommen. ­Irgendwann demnächst, denn von 12. bis 24. März gibt es die "Harley Davidson Week". Mit zwei edlen Motorrädern in der Cocktailbar. Die kann man auch sehen …

Beim Essen im Dunkeln werden Speisen gefühlt

Ich gebe zu: Was das Essen betrifft, bin ich heikel. Als gebürtiger Burgenländer gilt bei der Nahrungsaufnahme für mich die Devise: Was der Bauer nicht kennt, das (fr)isst er nicht. Und gerade ich soll einen Erlebnisbericht über ein Restaurant schreiben, in dem man nicht sieht, was auf den Tisch kommt. In dem man bei der Bestellung zwar einen Hinweis bekommt, in welche „Richtung" es geht (österreichische Küche), nicht aber konkret, was serviert wird. Na Mahlzeit, denk ich mir. Und wage mich dennoch in das für mich Undenkbare: in den Keller des „Noir -Vienna".

Ein „Guide" hilft beim Einschenken

Es ist eine Reise in die Dunkelheit. Fünf Sinne hat der Mensch, hier kann er nur vier davon einsetzen: Die Speisen kann man riechen, schmecken, man kann auf dem Teller -herumtasten. Und man hört, dass es dem Tischnachbarn schmeckt. Auch mir beginnt es zu munden, schön langsam aber sicher weichen meine Zweifel. Als Fleischtiger spüre ich (Tastsinn), wo sich mein Rinderfilet auf dem Teller befindet. Die Beilagen betrachte ich als Dekoration, sie wandern unangerührt zurück in die Küche.
Probleme habe ich beim Nachschenken meines Getränks. Kein leichtes Unterfangen, wenn man rein gar nichts sieht. Zum Glück stehen mir hilfreiche (blinde und sehbehinderte) Guides zur Verfügung. Ich überlebe den Abend unbeschadet (und gesättigt). Und ich werde wiederkommen. -Irgendwann demnächst, denn von 12. bis 24. März gibt es die „Harley Davidson Week". Mit zwei edlen Motorrädern in der Cocktailbar. Die kann man auch sehen …

Text: Gerhard Blagusz

  • Adresse: Neubaugasse 8, 1070 Wien

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