„Beim Hörndlwald ist erst ein Etappenziel erreicht!“

Zum Interview über aktuelle Themen traf das WIENER BEZIRKSBLATT die Hietzinger Bezirksvorsteherin Silke Kobald.

WBB: Erfreut über den Rückzug von „Pro Mente“ im Hörndlwald?

Kobald: Ja, ein schöner ­Erfolg, aber erst ein Etappenziel. Ich möchte, dass das Grünparadies fix zu einem Wald- und Wiesenschutz­gebiet erklärt wird.

Was auch der Meinung vieler Anrainer entspricht.

Ja, in der Nachkriegszeit war die Situation mit dem Afritsch­heim anders. Heute müssen wir mehr auf die Umwelt­ressourcen achten.

Zum Parkpickerl: Nach dem Nein der Hietzinger ist das Thema erledigt?

Die Tür war weit offen, die Bürger haben entschieden. Was bleibt ist die Forderung an die Stadt, mit dem Fleckerlteppich aufzu­hören und ein einheitliches ­Modell für ganz Wien zu schaffen.

Was gibt es in der Causa Küniglberg denn Neues?

Die Gespräche sind ins Stocken geraten, der ORF ist am Zug. Klar ist: Wenn zugebaut wird, muss der ORF für vernünftige Parkplätze sorgen. Man kann ja nicht sagen, dass alle Mitarbeiter dann mit dem Rad fahren sollen. Und auch auf die Wiener Linien würde ich mich hier nicht verlassen.

Wobei die Routen-Änderungen der Linien 10 und 60 doch sinnvoll waren.

Es ist richtig, dass dadurch die Kennedybrücke entlastet werden konnte.

Der Schönbrunner Zoo will ja ­ausbauen und den Botanischen Garten „schlucken“. Tabu für Sie?

Ja, man hält unverständlicherweise daran fest. Dabei sagt die UNESCO, dass die Fläche nicht geteilt werden darf. Man spricht wörtlich von der „Verpflichtung in ­Bestand und Wertigkeit“, um das ­Weltkulturerbe zu erhalten.

Kann der Zoo ­woanders ausbauen?

Bei der Gloriette oberhalb des Tiergartens sehe ich sehr wohl Möglichkeiten.

Sind die viel diskutierten Probleme rund um die Verbindungsbahn gelöst?

Nein, die ÖBB legen zu wenig Augenmerk auf den Bezirk. Wir wollen, dass auch eine Tieflage der Bahn geprüft wird. Und es kann nicht sein, dass drei Bahnkreuzungen verschwinden sollen. Dann gäbe es auf 1,2 Kilometer keine Autoquerung mehr, der Bezirk würde zerschnitten werden und das Krankenhaus Lainz, Schulen etc. wären nur schwer erreichbar. Hier muss unsere Stimme gehört werden!

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