Besen retten Arbeitsplätze

Durch genau 184 Löcher müssen die Borsten bei einem Besen von 45 cm Breite händisch eingezogen werden, erklärt Mitarbeiterin Hedwig R., während sie nach einem neuen Büschel Borsten greift. Sie benötigt für die Herstellung eines solchen Besens im Schnitt eine halbe bis Dreiviertelstunde.
Wie alle Mitarbeiter der Blindenwerkstätte in der Hägelingasse hat auch sie eine dreijährige Ausbildung zum Bürsten- und Pinselmacher absolviert.

Bestellungen ­ertasten statt lesen

Das Design der Besen hat ­Tradition: Seit 60 Jahren werden die Besen so gefertigt, wie man sie heute sieht. Ein originelles Verkaufskonzept soll nun helfen den Absatz zu fördern: Die Besen können wie bisher ­direkt bestellt werden. Oder sie können auf einer sogenannten Besen­party (Details siehe Kasten rechts) gekauft werden.
Nicht nur die Herstellung der Besen wird von Blinden und stark Sehbehinderten übernommen, sondern zu einem Teil auch der Verkauf.
Telefonistin Nicole Wasserbauer kümmert sich seit eineinhalb Jahren um den Verkauf von Produkten am Telefon. Mit einem Headset sitzt sie beim Computer, sehen kann sie den Text auf dem Bildschirm jedoch wegen ihrer starken Sehbehinderung nicht. Sie ertastet ihn aber über die Braille-Zeile ihrer ­Tastatur. Auch ihr Arbeitsplatz hängt vom Verkauf der Besen und dem Erfolg der ­Besenpartys ab.

Eine Besenparty feiern

Die Besen aus der Blindenwerkstätte können direkt bestellt werden, man kann aber auch eine „Besenparty“ feiern. Gemeinsam mit Freunden kann man sich wie auch bei anderen Verkaufspartys zu Hause von einem Vertreter alle Produkte vorführen und ­erklären lassen. Alle Informationen findet man auf der Homepage unter www.­besenparty.at . Bei Interesse  wenden Sie sich an Vertriebsleiterin Gabriele Althen, Telefon 985 26 81.

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