Bildungschancen für alle

An den Wiener Volkshochschulen können Berufsreife- und Studienbrechtigungsprüfungen abgelegt, der Pflichtschulabschluss absolviert, aber auch zahlreiche Sprachkurse belegt werden. So werden beispielsweise 1 100 Deutschkurse angeboten, diese besuchen Menschen aus allen Altersklassen. Die Vielfältigkeit findet sich nicht nur in den Lebensjahren der Teilnahmer, sondern auch in den Nationalitäten. 

Das bemerkt man bereits beim Betreten der Beratungsstelle der VHS Ottakring. In diesem Raum finden sich Neuankömmlinge ein, um sich für Kurse anzumelden oder ein Informationsgespräch zu führen. Auf einem Tisch steht ein Schild: Hier finden Sie Beratung in 14 Sprachen! Eine Mitarbeiterin wird gefragt, wieviele Sprachen sie gelernt hat – es sind 4 1/2. Spanisch möchte sie noch vertiefen.
Die Beratungsstelle ist immer bis um 19.30 Uhr geöffnet, um auch berufstätigen Menschen den Besuch zu ermöglichen. 

Unterricht
Ein Stockwerk höher wird ein Deutsch-Basiskurs unterrichtet. Hier werden die Grundkompetenzen der deutschen Sprache erlernt. Auf den Tischen liegen bunte Kärtchen, auf denen Hauptwörter, Verben und Artikel stehen. Die Lernenden haben die Aufgabe, sie grammatikalisch korrekt zuzuordnen. 
Daneben findet gerade eine Geographieeinheit statt. In den 100 Minuten arbeiten die Schüler und Schülerinnen in Kleingruppen an verschiedenen Arbeitsstationen, in jeder Klasse werden um die zehn Lernwillige unterrichtet. Für die Gruppen, die den Hauptschulabschluss anstreben, sind momentan acht Lehrkräfte beschäftigt. 

Soziale Betreuung
Die Besucher der VHS Ottakring vertiefen hier jedoch nicht nur ihr Wissen, sondern haben auch Anspruch auf soziale Betreuung. Das ist besonders wichtig, da viele Schüler und Schülerinnen aus schwierigen familiären Verhältnissen stammen oder sich neben dem Unterricht zusätzlich um ein Asylverfahren oder die Wohnungssuche kümmern müssen. Die drei beschäftigten Sozialarbeiter haben festgestellt, dass etwaige Lernschwächen häufig durch psychische Belastung entstehen. An der VHS werden die Lernenden durch Einzelberatungen unterstützt.

Zukunft
Die erfolgreichen Absolventen der Berufsreifeprüfung haben unterschiedliche Pläne. Ein Junge aus Afghanistan möchte Automechaniker werden. Aendi aus Mazedonien hat vor, eine Lehre zur Bankangestellten zu machen. Saraya will ein Gymansium besuchen, um später als Rechtsanwältin oder Politikerin Karierre zu machen. Doch eines haben sie gemeinsam: Sie alle blicken hoffnungsvoll in die Zukunft. 

Bildung und Ausbildung ein Leben lang – das ist unser Kredo!

Bildungsministerin Claudia Schmied
  • Adresse: Ludo-Hartmann-Platz 7, 1160 Wien

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