Biotop für Eidechsen und Wechselkröten

Naturschutz auf dem Nordbahnhof-Gelände: Wer in Wien eine Wechselkröte sehen will, sollte sich in der Nacht auf dem Nordbahnhofgelände herumtreiben: Da verlässt sie ihre ­Erdhöhle und geht auf Insektenjagd. Zum Laichen sucht das Tier, das den Froschlurchen zugerechnet wird, Tümpel auf. Etwa die seichten Wasserflächen des Rudolf-Bednar-Parks, wo man ab und zu Kaulquappen sieht.

Durchquert man den noch wilden Teil des Nordbahnhofgeländes in Richtung Innstraße, finden sich auf einer Anhöhe zwei Folienteiche. „Diese wurden speziell für die Wechselkröten angelegt“, erzählt Josef Mikocki von der MA 22 (Umweltschutz). „In der Nacht hört man die Trillerrufe der Männchen, die Weibchen anlocken wollen.“

© iStock by Getty Images

Bis zu 50 Wechselkröten leben hier. Ihren Namen haben sie davon, dass sie die Farbe wechseln, aber auch das Gebiet, in dem sie sich aufhalten. Für die Zaun­eidechse, die ebenfalls hier vorkommt, wurde eigens ein Holhaufen angelegt. „Ansonsten leben hier auch Hasen, Spechte, Neuntöter, Fledermäuse sowie Wild­bienen“, zählt Mikocki auf. Er hofft, dass alle diese Tiere auch nach der Bebauung des Geländes hier ihren Lebensraum behalten.

 

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