Bordell: Der Bezirk probt den Aufstand

Seit kurzem ist der Betrieb als Laufhaus bei der Polizei eingereicht. Jedenfalls ist sich der Bezirk diesmal einig: Das nehmen wir nicht hin! Nur sechs Grüne sind ausgeschert – alle anderen 47 Parteienvertreter haben in der Bezirksvertretung klar gesagt: Nein zum geplanten Laufhaus Ecke Linzer Straße/Pachmanngasse neben einer Schule, einem Spielplatz, einem Kindergarten und einer Pfarre! „Ich stehe voll hinter den Bürgern, die dagegen protestieren. Der Standort ist mehr als ungeschickt, um es vorsichtig zu formulieren“, so Bezirksvorsteherin ­Andrea Kalchbrenner (SPÖ).

Eine Provokation

Schärfer formuliert es ÖVP-Bezirksrätin Elisabeth Kohl: „Das geplante Prostitutionslokal ist schlicht als Provokation zu bezeichnen! Auf einer Skala von 1 bis 10 der ungeeignetsten Örtlichkeiten ­erhält es eine glatte 10.“ Wobei die Besitzerin des ­Ecklokals auch noch ein ­anderes Bordell betreibt – und jetzt den Standort Linzer Straße 226 betreiben möchte. Umgebaut wird schon länger, auch Schilder wurden schon angebracht. Nach der Einreichung liegt der Ball jetzt beim Landespolizeikommando – bis Redaktionsschluss gab es keine Entscheidung. „Wir haben als Bezirk ja ­keinerlei Handhabe“, betont dazu die Bezirkschefin. 

Posted from .

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.