Joham

Brennpunkt Flüchtlingsquartier Ziedlergasse 21

Nach wie vor gibt es viele offene Fragen und Sorgen … Mit der Eröffnung des Flüchtlingsquartiers in der Ziedlergasse steht Liesing vor einer großen Herausforderung. Keine leichte Situation. Doch die Bezirksvorstehung ist um Lösungen bemüht.

 

Der Fonds Soziales Wien (FSW) ist für die Unterbringung von Flüchtlingen in Wien zuständig. So auch in Liesing, und da hat man sich nach längerer Suche für den Standort Ziedlergasse 21 als neues Quartier entschieden. Es handelt sich dabei um ein leer stehendes Bürogebäude. Eigentlich ist man um kleine Unterkünfte bzw. private ­Unterbringungsmöglichkeiten bemüht, doch davon kann hier keine Rede sein. Anfänglich waren es noch 1.000, mittlerweile werden „nur“ 750 Flüchtlinge dort unter­gebracht. Wobei selbst Flüchtlingskoordinator Peter Hacker zugibt, dass es für die ver­bleibenden 250 Menschen zur Zeit noch keinen „Plan B“ gibt.

 
Adaptierungsarbeiten 

Bevor das Quartier überhaupt eröffnet werden kann, sind noch zahlreiche Umbauarbeiten notwendig, weshalb das Haus nicht vor März bezogen werden kann. So müssen z. B. Zwischenwände errichtet werden, um kleine Wohneinheiten zu schaffen. Außerdem wird es eine Hausordnung geben, und man ist noch mit der Ausarbeitung einer Registrierungs- bzw. Betretungskon­trolle beschäftigt. Der Tagesablauf der Flüchtlinge soll strukturiert werden, etwa mit Deutsch- und Sportkursen.

 

Rundumbetreuung

„Der Samariterbund und die Johanniter werden das Ganze betreuen und versichern, dass in dem Quartier rund um die Uhr immer ausreichend Personal vorhanden sein wird.
Es werden keine Freiwilligen, sondern hauptberufliche, ausgebildete Sozialarbeiter sein. Nach aktuellem Stand der Dinge wird eine große Anzahl an Familien einziehen. Außerdem wird rund um die Uhr Security vor Ort sein, und auch Polizeieinheiten sind vermehrt geplant“, so Bezirksvorsteher Gerald Bischof.
Die Bezirksvertretung bleibt nach wie vor optimistisch und ist überzeugt, dass im Zusammenspiel aller Institutionen, Organisationen und vielfältigen Beiträge der Zivilgesellschaft die anstehenden Herausforderungen bewältigt werden können.

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