Brücke zwischen zwei Bezirken

Der Freudenauer Hafen liegt als größtes Containerterminal an der Donau geografisch ideal und ist direkt an die Verkehrsträger Schiff, Bahn und LKW angebunden. Die Ausbauarbeiten am Containerterminal Freudenau des Hafens Wien machen den Um- und Neubau sowie eine Verlegung der Seitenhafenstraße erforderlich.
Daher erfolgte vor kurzem der Spatenstich für das 26-Mil­lionen-Euro-Straßenprojekt. Die Seitenhafenstraße wird auf zwei Fahrstreifen ausgebaut und künftig als Hauptstraße B 14 geführt. Im Zuge der Bauarbeiten wird auch die gesamte Margetinstraße von der Johann-Petrak-Gasse bis zur Alberner Hafenzufahrtsstraße umgebaut. Die Verlängerung über den Donaukanal erfolgt durch die Errichtung einer neuen Brückenverbindung zwischen der Leopoldstadt und Simmering.
Aufgrund der zu erwartenden höheren Verkehrsbelastung ist in einigen Kreuzungsbereichen der Seitenhafenstraße die Errichtung von neuen Ampelanlagen vorgesehen. Am wichtigsten ist allerdings der durch die räumliche Nähe zum Landschaftsschutzgebiet Prater bedingte Bau eines durchgehenden ­Lärmschutzes, der abschnittsweise als begrünter Erdwall bzw. Lärmschutzwand realisiert wird. Die Bauarbeiten in der Johann-Petrak-Gasse bzw. in der Margetinstraße können voraussichtlich noch im Dezember 2010 abgeschlossen werden. Parallel dazu laufen die Gleisbauarbeiten der ÖBB, die Verlängerung der Seitenhafenstraße vom Hafenzollgebäude bis zum Donaukanal sowie der Bau der neuen Brücke. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Dezember 2011 vorgesehen.
Um die Gefahr von Blindgängern aus dem Krieg gering zu halten, wurde auf der neuen Straßentrasse eine Kampfmittelerkundung durchgeführt, um allenfalls Kriegsrelikte rechtzeitig aufzufinden und zu entfernen. Falls sich diese Störkörper als sprengfähige Bomben herausstellen, erfolgt eine Entschärfung durch den Entminungsdienst. Gleichzeitig mit dem Straßenbauprojekt wird auch mit den Arbeiten für die neue Donaukanalquerung zwischen dem 2. und 11. Bezirk begonnen.

Querung des Donaukanals

"Diese wird nicht nur dem Auto- und LKW-Verkehr für den Betrieb des Hafens Wien zur Verfügung stehen, sondern auch für Fußgänger und Radfahrer genug Platz bieten“, verspricht Stadtrat Schicker.
Die Brücke ist eine sehr schlanke und elegante Konstruktion. Mit einer Länge von rund 130 Metern und einer Breite von 15 Metern bringt sie sich zart in das Landschaftsbild ein. Der Brückenbau wird in mehreren Teilen erfolgen. Auf beiden Seiten des Donaukanals werden zuerst die Rampen und Gründungen der Brücke hergestellt. Dann wird die Brücke von beiden Seiten so weit vorgebaut, dass in der schifffahrtsfreien Zeit im Winter das Verbindungsstück vor Ort errichtet werden kann. Mit der Fertigstellung der Brücke ist im Herbst nächsten Jahres zu rechnen. Die Verkehrsfreigabe erfolgt dann im Anschluss an die Fertigstellung der entsprechenden Straßenanbindung.

Servicetelefon

Weitere Informationen erhalten Sie auf www.strassen.wien.at/ und www.baustellen.wien.at/ oder auch unter Tel.: 955 59 – Infoline Straße und Verkehr.

  • Tel.: 955 59
  • Adresse: Seitenhafenstraße, 1020 Wien

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