Brunnenmarkt, explosiv

Er hat den Fall Arigona bearbeitet, ­befand sich zum Zeitpunkt dieses Interviews in Haiti, dann Chile und trinkt im Sommer am liebsten Spritzer im C.I. am Yppenplatz, weil „es wohl kaum eine spannendere Gegend in ganz Wien gibt“. Im Schanigarten des C.I. hat er den Krimi „Boulevardstück“ geschrieben (im März erschienen), zu Hause im 8., nur knapp über dem Gürtel, dann die Notizen in den Computer „geklopft“. Entstanden ist eine Geschichte, die sich vordergründig um eine Explosion am Brunnenmarkt und den Tod eines türkischen Bäckers dreht. Die „Geschichte hinter der Geschichte“ (O-Ton Lexer) ist vielmehr der Umgang österreichischer Boulevardmedien mit Zuwanderern. Der Reporter spricht aus Erfahrung, wenn er meint: „Ein Medium hat die Verantwortung, die Gesellschaft nach vorne zu bringen. Unsere Boulevardmedien bringen die Gesellschaft maximal an den Rand des Abgrunds.“

  • „Boulevardstück“ (verlagshaus hernals), 19,90 Euro
  • Adresse: Yppenplatz, 1160 Wien

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