Büchereien Wien misten aus

In den nächsten 10 Jahren sollen bis zu 800.000 Titel ausgeschieden werden, was die IG Autoren in einem offenen Brief als "massenhafte Entfernung der Bücher" kritisiert hat, bei der ein "Diktat der Quote" drohe. "Keine Rede davon", betonte Feigl. "Es werden sicher keine Bücher aussortiert, die wir aufgrund unseres Bildungsauftrags im Sortiment haben wollen."

Es muss Platz geschaffen werden

Dass eine Bibliothek mit Freihandaufstellung auch
immer wieder für Platz sorgen müsse, sei selbstverständlich. Dafür gebe
es eine Statistik, die zeigt,
welche Titel "in einer Filiale seit vielen Jahren nicht ausgeliehen
wurden". In Absprache mit der jeweiligen Büchereileitung werde dann
entschieden, ob das Buch ausgemistet wird, "oder ob es etwas ist, das
man trotzdem im Angebot haben sollte". Die Befürchtung der IG Autoren,
dass Titel verschwinden, "die nicht im Mainstream des
Bestseller-Literaturgeschäfts liegen", sei unbegründet. "Die
Titelvielfalt verringert sich nicht."

Annäherung an internationale Standards

Mit diesen Maßnahmen wollem sich die Büchereien Wien langsam an internationale Stzandards anpassen, was die Bücheranzahl pro Quadratmeter in öffentlichen
Büchereien betrifft. Einzelne Zweigstellen platzen laut Feigl förmlich aus allen Nähten. Insgesamt mehr Platz würde man
sich zwar immer wünschen, so Feigl, "aber eigentlich sind wir nicht
schlecht aufgestellt."

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *