Chirurgen wollen Eisläufer schützen

Der Wiener Eistraum macht sich jedes Jahr in der Unfallambulanz des Wiener AKH stark bemerkbar", berichtet Dr. Manfred Greitbauer, Facharzt für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie. Österreichweit verletzen sich rund 4.500 Menschen pro Jahr beim Eislaufen so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen.

4.500 Verletzte pro Jahr beim Eislaufen

Auf der Skipiste stand eine Minimierung des Verletzungsrisikos in den letzten Jahren im Fokus. Kaum jemand fährt in Österreich inzwischen ohne Helm. Den Wiener Unfallchirurgen ist es ein Anliegen, die Sicherheit auch auf dem Eis zu steigern. Gemeinsam mit der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie konnten Dr. Greitbauer und Dr. Arbes dieses Jahr auf dem Eistraum die erste Studie dieser Art in Österreich durchführen. Das Team der Universitätsklinik für Unfallchirurgie stattete Besucher mit Handgelenks­protektoren aus. „Insbesondere bei Familien mit Kindern zwischen 6 und 12 Jahren und auch bei jungen Erwachsenen fand die Studie eine hohe Akzeptanz", berichtet Dr. Greitbauer.

„Die vorläufige Auswertung ergab, dass die schweren Verletzungen fast ausschließlich bei ungeübten Eisläufern auftraten und vor allem die obere Extremität betrafen." Bisher wurden 438 Protektoren verteilt. „Obwohl knapp 50 Stürze registriert wurden, ist keine Verletzung im Handgelenksbereich verzeichnet worden", so der Unfallchirurg. „Die Mehrheit der Freiwilligen wurde vom Sinn solcher Schutzmaßnahmen überzeugt und würde künftig Protektoren verwenden." 

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *