Citymaut: Blechen statt Blechlawine?

Das norwegische Oslo hat sie seit 1990, London seit 2003 und Stockholm (Schweden) seit 2006. Laut Zahlen des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) bringt die Citymaut Oslo 20 Millionen Euro jährlich, Stockholm 80 Millionen und London 238 Millionen.

Hauptargument Umweltschutz

Hauptargument der Befürwor­ter ist der Umwelt- und Klima­schutz. In London etwa sei, so der VCÖ, der Kfz-Verkehr um 15 Prozent zurückgegangen. Der Feinstaub sei um 4 Prozent weniger geworden, in Stockholm gar um 9 Prozent.

Für den Autofahrerclub ARBÖ zieht dieses Argument nicht. In der Innenstadt gäbe es kaum Feinstaub durch Autos. Das Verkehrsaufkommen in Wien sei zudem seit 2007 um 1,1 Prozent im Tagesschnitt gesunken, in den inneren Bezirken sogar um 2,6 Prozent, wie Landesgeschäftsführer Her­bert Hübner darlegt. Mit einer Citymaut würde sich „die Stauproblematik auf der Tangente und ihren Zubringern verschlimmern".

Auch der ÖAMTC sieht in Wien keine Notwendigkeit für eine Maut. Er verweist auf die enormen Kosten, die eine Bemautung verursachen würde. Der Effekt sei im Verhältnis zu den negativen Auswirkungen zu gering, außerdem funktioniere die Parkraumbewirtschaf­tung klaglos. Für eine Citymaut argumentiert der VCÖ: „Die Parkraumbewirtschaftung verringert Parkplatzprobleme. Gegen die Stauprobleme wirkt sie aber so wenig wie Aspirin gegen Grippe", sagt VCÖ-Experte Martin Blum.

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ARBÖ
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  • Adresse: schwedenplatz, 1010 Wien

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