Das unsichtbare Plätschern & Glucksen

"In einem Bächlein helle,/ Da schoß in froher Eil/ Die launische Forelle …“, heißt es im Lied von Franz Schubert. Die Wiener Bäche brachten zu Schuberts Lebzeiten im 19. Jahrhundert aber auch Cholera und Hochwasser. Deshalb wurden die gefährlichsten von ihnen auch unterirdisch verlegt. Zum Beispiel der Ottakringer Bach. Er entspringt als Rinnsal am Gallitzinberg und fließt durch Wien in den Wienfluss. Oder die Als: Sie formiert sich in Neuwaldegg und endet im Donaukanal. Abseits der Aufmerksamkeit der Wienerinnen und Wiener gluckert und plätschert es durch die Stadt. Knotzenbach, Rotherdbach, Währinger Bach, Krottenbach, Reisenbergbach, Ameisbach und Nesselbach haben durch Tieferlegung ihre zerstörerische Kraft verloren. Aber auch ihren Reiz, denn Straßennamen, wie Alserbachzeile oder Bachgasse, erinnern daran, dass die Fließgewässer ein Teil des Stadtalltags waren. Bei der Krebseninsel in Ottakring wurden die beliebten Flusskrebse gefangen. Bei Hochwasser stand aber das gesamte Grätzel unter Wasser. Die geheimen Bäche Wiens haben ihre Gefährlichkeit verloren – und ihr Flair.

Zahlen und Fakten – Wiens trockenste Bezirke

Der 5., 7., 8., 9. und 12. Bezirk haben keine Gewässer!

Die Nummer 1 bei den Gewässern: die Donaustadt mit 879,9 ha!

  • Adresse: Krottenbachstraße, 1190 Wien

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