Das wilde Leben des „Grisham von Wien“

Er war Siebdrucker und Polizist, dann packte ihn die "Schreib-Lust"

"Auch mein Leben wäre einen Roman wert", be­ginnt Christian Gruböck das Gespräch. "Viele Gedanken konnte ich in meinem Erstlingsroman verarbeiten." Seine Geschichte begann vor 47 Jahren in Mauerbach, nur einen Steinwurf von Penzing entfernt. Er wuchs im Haus der Großeltern auf, "die sich stets rührend und liebevoll um mich gekümmert haben". Beruflich zog es ihn ins grafische Gewerbe – zu "Schönberg & Cerny", wo er zum Siebdrucker ausgebildet wurde. Dann kam der 18. Geburtstag und die Einberufung zum Bundes­heer: "Da ich eher feminin veranlagt bin, hatte ich ­Riesenangst davor. Echte Panik", so Gruböck.

"Bis mir ein Freund vom Polizeijob erzählte. Da griff ich sofort zu, da ich mir dadurch das Heer ersparen konnte.“ Doch die anfängliche Job-Euphorie war bald verflogen: "Ich wurde ­immer frustrierter. Gleichzeitig träumte ich davon, künstlerisch tätig zu werden – zu malen und zu schreiben." 2003 ließ er sich vom Polizeidienst karenzieren, um seine kranken Großeltern zu pflegen und die "Sehnsucht" zu stillen: "Der richtige Schritt. Für den Roman benötigte ich eineinhalb Jahre. Es soll nicht der letzte gewesen sein", so der mit einer Maklerin liierte, kinderlose "Grisham von Wien".

  • Adresse: Mauerbach, 1140 Wien

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