Der Bücherschrank wird zur Erfolgsstory

Der Bücherschrank entwickelt sich immer mehr zu einem beliebten Treffpunkt der Leseratten. Bereits am Eröffnungstag stürmten die Bücherfreaks die neue Attraktion im 7. Bezirk. „Ich habe einen ganzen Rucksack voll Bücher mitgebracht, leider ist fast kein Platz mehr dafür“, war eine Dame vom Ansturm überrascht. Ein Student war von der Auswahl überrascht: „Es sind hier sehr viele gute Bücher guter Autoren im Sortiment.“

Pickerl verhindert „Verkaufsgelüste“

„Geben und nehmen“ lautet die simple Devise, die dahintersteckt. „Mein Ziel war es, den öffentlichen Raum, der uns ­allen gehört, für etwas anderes zu nützen als Geld zu verdienen“, erklärt Frank Gasser. Der Künstler hat sich die Idee in deutschen Städten (Hannover, Bonn, Berlin) abgeguckt und nach Wien „importiert“.
Wer gedacht hat, der Schrank würde binnen kürzester Zeit leer gefegt sein, hat sich geirrt. Viele Leseratten sind primär gekommen, um ihre Bücher abzugeben. „Besser, als wenn sie daheim verstauben“, erklärt ein älterer Herr.
Der Befürchtung, Altwarenhändler könnten sich hier gratis bedienen, wurde mit einem speziellen Pickerl ein Riegel vorgeschoben. Damit können die Bücher nicht in den „freien Markt“ gelangen.
Das Projekt von Frank Gasser (der die Kosten dafür aus eigener Tasche bezahlt hat) ist vorerst bis Juni fixiert. Sollte es eine Erfolgsstory werden, ist eine Verlängerung möglich. Das Interesse an den ersten Tagen deutet darauf hin, dass es ein Erfolgsprojekt wird. (gb)

  • Adresse: Zieglergasse/Westbahnstraße, 1070 Wien

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