Der Hausarzt muss weg, koste es was es wolle …

Diskussionsabend des Österreichischen Hausärzteverbandes.

Österreich ohne Hausärzte – ein Szenario, das schon in naher Zukunft Realität sein könnte. Die kontinuierliche Geringschätzung und Abwertung der Allgemeinmedizin seitens der Gesundheitsreformer führt Schritt für Schritt zum Aussterben der Hausärzte. Die Folgen, die der Wegfall der Allgemeinmedizin im Gesundheitssystem mit sich bringt, sind vielfältig.

Ohne Hausarzt wird der Patient zur Nummer. Ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis – eine wissenschaftlich beweisbare nötige Voraussetzung für eine gute ärztliche Tätigkeit – wäre aus Zeit- und Kostengründen nicht mehr möglich. Die Reformbestrebungen gehen somit gerade an jenen Personen vorbei, die der Unterstützung am meisten bedürfen: alte, kranke und hilfsbedürftige Menschen.

Neben dem Verlust an Sozialkapital führt der Wegfall der Hausärzte zu einer enormen Verteuerung des Gesundheitssystems und damit zu einer finanziellen Mehrbelastung für jeden einzelnen Bürger. Ist es doch gerade der Hausarzt, der durch seine qualitätsvolle Basisversorgung über kostspielige Untersuchungen und Therapien entscheidet.

Die Referenten:
Prof. DI Ernst Gehmacher
Lektor an der TU Wien, längjähriger Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts IFES, wissenschaftlicher Leiter der Paul Lazarsfeldgesellschaft, Autor zahlreicher Publikationen

Dr. Ernest Pichlbauer
Gesundheitsökonom und Forscher für Gesundheitsversorgung

Dr. Dietmar Kleinbichler
Allgemeinmediziner

Moderation:
Dr. Wolfgang Geppert
Vizepräsident des Österreichischen Hausärzteverbandes

Eintritt frei.

  • Adresse: Argentinierstraße 30A, 1040 Wien

1 Antwort
  1. Carola Stern says:

    Also ich bin sehr dagegen, dass Hausärzte wegrationalisiert werden!
    Mein Hausarzt ist für mich Ansprechpartner Nummer Eins und ich kann mit jedem Problem zu ihm kommen. Wenn er mich an einen anderen Arzt überweisen muss, schlägt er mir auch gleich einen oder mehrere gute Ärzte vor, die dann auch wirklich kompetent und verständnisvoll mit mir als Patient umgehen.
    Wer soll das dann übernehmen? Muss ich dann viele, viele volle Arztpraxen auf mich nehmen, bis ich eindlich einen guten Arzt finde?
    Ich hoffe nicht, dass sich das Vorhaben durchsetzt!

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