Der Sechste gibt der Armut ein “Gurkerl”

In der Südost-Slowakei leben ungarische Roma unter ärmsten Verhältnissen. Das Pilotprojekt, mit dem den Menschen eine sinnvolle Arbeit ermöglicht wird, befindet sich auf der Erfolgsspur. Innerhalb von drei Monaten wurden 2.500 Gläser mit eingelegten Gurken gegen eine Spende in Österreich abgegeben. In Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern von Hostice und Pavlovce werden auf drei Feldern Gurken angebaut. Damit können bereits vier Familien mit über 20 Menschen einen Teil ihres Lebensunterhalts finanzieren. Bei guter Ernte können bis zu 11.000 Gläser eingelegt werden. Erhältlich sind diese im Bosch Küchenstudio in der Gumpendorfer Straße 115. Ein Glas kostet 2,60 Euro.

Ein Fernsehbericht gab den Anstoß

Ein Fernsehbericht über einen Ort, in dem 800 Menschen leben, von denen die Hälfte der Volksgruppe der ungarischen Roma angehören, war der Auslöser für das Hilfsprojekt. Seither werden Sachspenden aller Art in Österreich gesammelt, nach Hostice transportiert und dort in einem von Pfarrer Wolfgang Pucher gegründeten „VinziShop“ gegen einen geringen Kostenbeitrag verkauft oder verschenkt. Dadurch können Roma-Frauen im Verkauf beschäftigt werden. Eine Win-win-Situation gewissermaßen.

Hilfsprojekt

Das Projekt „Direkthilfe: Roma“ wurde 2007 ins Leben gerufen. Ein Jahr später wurde der Verein gegründet und die „Gurken-Aktion“ gestartet. www.direkthilferoma.at

  • Adresse: Gumpendorfer Straße 115, 1060 Wien

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