Der Soldat als Melkkuh der Regierung

Es stimmt mich bedenklich was vor kurzem durch die Politik veröffentlicht wurde. Die Unteroffiziersgesellschaft Wien fordert im Einzelnen, dass das Sparpaket durch die Regierung und durch den Herrn Bundesminister für Landesverteidigung und Sport, zu überdenken ist. Wollen wir ein funktionierendes Unteroffiziers- Offizierskorbs haben oder nicht. Wenn einmal mehr dem Soldaten weggenommen wird, kann es leicht dazukommen, dass der Dienst nach Vorschrift durchgeführt wird so die Meinungen der Unteroffiziere.

Die Bedenken sind seitens der Interessens Vertretung UOG Wien kurz erklärt. Im Sparpaket ist nämlich die Streichung des sogenannten verlängerten Dienstplans vorgesehen. Dabei handelt es sich um eine Pauschalvergütung für die 41-Stunden-Woche, die Soldaten haben. Je nach Gehaltsstufe bedeutet die Gehaltskürzung für die Bediensteten einen Verlust zwischen 300 und 1.163 Euro im Jahr, wie aus der APA vorliegenden Berechnungen der Gewerkschaft hervorgeht. Zusätzlich ist für Beamte 2013 eine Null-Lohnrunde und 2014 nur eine moderate Gehaltsanpassung geplant.

Die Zahlen im Detail: Chargen mit 1.492 Euro Bruttobezug im Monat verlieren 25 Euro, ein Unteroffizier mit 1.775 Euro Monatsbruttogehalt verliert 97 Euro und ein Offizier mit 2.492 Euro Gehalt verliert 119 Euro im Monat. Das sind real Verluste zwischen 1,7 und 5,5 Prozent. Diese Gehaltskürzung soll im Jahr 16 Mio. Euro an Einsparung bringen. Die Gewerkschaft bezweifelt das, denn durch die Streichung dieser Pauschalvergütung würden Überstunden anfallen. Weiters ist festzustellen wenn es zu einem absoluten Aufnahmestopp beim Heer kommt wir die Lücke zwischen den jungen und älteren Soldaten immer größer und es ist zu bezweifeln ob wir es noch schaffen den Inlandsaufgaben und Auslandsaufgaben nachkommen zu können.

Der junge Unteroffizier stellt sich die Frage, ist es noch sinnvoll die Ausbildung zu absolvieren wenn es seitens der Politik keine Annerkennung für den Dienst an der Waffe und im Auslandseinsatz gibt. Bis dato war es keine Frage viele Abstriche im täglichen Leben als Soldat auf sich zu nehmen wie z.B. Auslandseinsatz, Übungen, Assistenzeinsätze, sportliche Leistungsfähigkeit, längere Ausbildung gegenüber den zivilen Beamten beim Heer.

Die Soldaten haben in den letzten Jahren sehr viel mitgetragen und waren stehst bereit Kürzungen und Strukturanpassungen zu ertragen aber einmal ist genug.

Die Unteroffiziersgesellschaft Wien fordert daher die Regierung auf, jenen Staatsbürgern, die in letzter Konsequenz ihr Leben für die Republik einsetzen, den entsprechenden Stellenwert einzuräumen und die über die Nulllohnrunde hinaus angedachten Gehaltskürzungen zurückzunehmen.

Bericht: Vzlt Bernhard STRUGER
Präsident der Unteroffiziersgesellschaft Wien

  • Adresse: Thalhaimergasse 17-29, 1160 Wien

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