Der Trend zum Essbaren

Hinter dem Bekleidungs- und Elektrohandel rangiert der Lebensmittelhandel beim Weihnachtsumsatz traditionell auf Platz drei.

Die neue Qualität von Supermarkt-Geschenkkörben, das "Geschenk-Set-Fieber“ in Delikatessengeschäften aller Art und wahre Weihnachtsaktions-Orgien im Weinfachhandel signalisieren den Trend zum Verzehrbaren als Geschenk. Doch woher kommt der neue Hang, es der Kriegsgeneration gleich zu tun und durch Nahrungsmittel für Freude durch leibliches Wohl zu sorgen?

Aus – im Vergleich zur Nachkriegszeit – diametralen Gründen, vermuten Soziologen: Durch den immer stärker werdenden Individualismus wird es immer schwerer, den "richtigen“ Gegenstand zu finden. Essensspezialitäten hingegen treffen zwar auch nicht immer den Geschmack. Als Erweiterung des geschmacklichen Horizonts mit Neuem wird das aber von Schenker wie Beschenktem gerne in Kauf genommen. Ein Übriges hat die "Slow Food“-Bewegung geleistet, die wertige Nahrung als wahren Luxus etabliert hat.

  • Adresse: Naschmarkt, 1050 Wien

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