Joham

Der Trendgärtner der Donaustadt

Wer einen beliebigen Supermarkt betritt und die Gemüseabteilung aufmerksam betrachtet, stellt fest: Das Kleingemüse nimmt immer mehr Raum ein. Cherry-Tomaten, putzig kleine Paprika – und vor allem Minigurken. Martin Flicket, Gemüsegärtner in der Donaustadt, hat diesen Trend seit einiger Zeit erkannt und baut die kleinen grünen Snacks auf drei Standorten in Folienhäusern an.
“Damit Glashausgurken gut gedeihen, brauchen sie vor allem viel Tageslicht”, verrät Flicker. „Wärme kann man erzeugen, bewässern kann man auch selbst – die Sonne kann ich nicht ersetzen.”
Der 47-Jährige leitet in dritter Generation einen riesigen Gemüsegärtnereibetrieb. Auf zwei Standorten in Aspern mit je 7.000 Quadratmetern plus einem in Essling mit 6.000 Quadratmetern baut Flicker in seinen Folienhäusern fast ausschließlich Minigurken an – das absolute Trendgemüse, wie man auch im Supermarktangebot sehen kann.

 

Melanzani

Die 600 Tonnen, die der ­Donaustädter pro Jahr erntet, liefert er zur Gänze an die Genossenschaft LGV-Frischgemüse, die den Vertrieb für 110 Gärtnerfamilien besorgt, und ist damit bei Weitem deren größter ­Lieferant für Minigurken.
Wenn man genau hinsieht, erblickt man am Anfang der langen Reihen allerdings auch Melanzani. „Das sind unsere Zeigepflanzen“, erklärt Flicker. „An der Melanzani sieht man etwa Schädlingsbefall früher als an den Gurken.“
Minigurken werdenf dreimal pro Jahr gepflanzt; ernten kann man im Sommer zwei, im Winter drei Wochen danach, und zwar täglich. Gekrümmte Gurken, die nicht in die Kartonverpackung passen, gehen an die Wiener Tafel und an Sozialmärkte.

Tipps für den Anbau von Minigurken

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *