Die Erinnerung lebt

Die dunklen Stunden Wiens prägen die Geschichte unserer Stadt bis heute stärker, als so manch glorreiche. Etwa der 12. März 1938, als Adolf Hitler Österreich in Nazi-Deutschland eingliederte. Dem 75. Jahrestag des „Anschlusses“ wurde vergangene Woche vielerseits gedacht. „Ein bewusster Umgang mit der Wiener Geschichte ist ein probates Mittel, wenn es darum geht, diese Geschichte in Erinnerung zu halten und sie nicht zu verdrängen“, erklärt Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, der seit vielen Jahren daran arbeitet, eine „aktive Erinnerung“ an die – ruhmreiche und hässliche – Vergangenheit in Wien zu kultivieren.

Zusatz-Infos
Auf der Baumgartner Höhe erinnert etwa seit 2003 ein Mahnmal in Form von Lichtstelen an die Opfer der NS-Medizin am Spiegelgrund. Im neunten Bezirk, in der Seegasse, arbeitet man seit vielen Jahren an der Restaurierung von 349 erhaltenen Gräbern des ältesten Jüdischen Friedhofs in Wien – was nur wenige wissen: Er befindet sich im Innenhof des Seniorenwohnhauses Rossau. Ganz abgesehen davon verfügen Wiens Denkmäler ab sofort über ein neues Beschriftungssystem – die „Wienkl“. Sie sollen den Betrachtern zu einem neuen Blickwinkel verhelfen.
Gratis-Download der Broschüre „Erinnern für die Zukunft“ auf www.mailath.at

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