Die meisten Migranten in Döbling sind Deutsche

Sie erfreuen sich in Wien oft mäßiger Beliebtheit, haben einige Schwierigkeiten mit "unserer" Sprache und gehören zu den Migranten mit den höchsten Zuwachsraten: die Deutschen.

Auf Platz 1 bei den Ehefrauen

Ein Blick auf die Statistik beweist: Von insgesamt 330.586 Ausländern in Wien, kommen 27.735 aus Deutschland. Die gerne "Piefke" genannten Zuwanderer haben eine Vorliebe für großbürgerliche Bezirke. In Döbling stellen sie mittlerweile die größte Migrantengruppe, ebenso in der Inneren Stadt, Wieden, Mariahilf, Neubau, der Josefstadt und Hietzing. Durch den Numerus Clausus und die Wirtschaftskrise sind die Deutschen inzwischen aus dem Uni-Betrieb oder dem Gastgewerbe nicht mehr wegzudenken. Ein Grinzinger Heurigenwirt erzählte dem WIENER BEZIRKSBLATT im Vertrauen: "Wenn ein Piefke a Weißweinschorle bestellt, vergeht mir die Lust auf einen weißen Spritzer." Als Kellner und Gäste möchte er sie aber dennoch nicht missen und zieht deshalb die Anonymität vor. Bemerkenswert ist außerdem, dass deutsche Frauen bei interkulturellen Eheschließungen die beliebteste Migrantinnengruppe sind. Im Jahr 2008 haben 125 Österreicher in Wien eine Deutsche geheiratet. Damit schlagen sie die Serbinnen um genau eine Hochzeit (124 Österreicher ehelichten im gleichen Zeitraum eine gebürtige Serbin). Genau umgekehrt verhält es sich mit den Wienerinnen. Sie ziehen türkische oder serbische Ehemänner solchen aus Deutschland vor.

Hintergrund: Statistik

Von 2007 bis 2008 ist die Zuwachsrate der deutschen Migranten um satte 11 Prozent gestiegen. Spitzenreiter
sind Deutsche auch bei unehelichen Geburten: Während die Rate bei Wienern 31,4% beträgt, sind es bei
den Deutschen 52,5%.

  • Adresse: Gatterburggasse 14, 1190 Wien

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