Die neue Nr. 1 des SMZ Ost

Ein renommierter Intensivmediziner führt das Donauspital in den Verbund mit dem KH Nord 

Dem neuen ärztlichen Direktor des Donauspitals, Internist Dr. Lothar Mayerhofer, fällt die Rolle zu, die Position des noch relativ jungen SMZ Ost im Zuge der Neustrukturierung von Wiens Spitälern zu stärken.

WIENER BEZIRKSBLATT: Ist der derzeitige Bau eines Spitals im Norden aus Ihrer Sicht überhaupt notwendig?
Dr. Lothar Mayerhofer: Ja, das zeigt die Bevölkerungsentwicklung jenseits der Donau. Im Westen gibt es Überkapazitäten bzw. überaltete Substanz. Das spricht für einen Neubau, der daher auch wirtschaftlich sinnvoll ist.

Wie beurteilen Sie das zugrunde liegende Konzept?
Es ist innovativ durch Schwerpunktsetzungen.

Was für Folgen hat das für Ihr Donauspital?
Beispielsweise wird das Kinderzentrum des SMZ Ost ausgebaut und umfasst von der pränatalen Diagnostik bis Schwerstverletztenbetreuung alles – das ist ein klarer Kinderschwerpunkt. Im KH Nord wird die Herz-Thorax-Chirurgie von Lainz angesiedelt und eine Abteilung für Innere Medizin mit kardiologischer Spezialisierung angeschlossen – eine Bündelung, deren Bedeutung weiträumigst zum Tragen kommt.

Wie steht’s um die Unfallversorgung?
Beide Spitäler werden zur Verfügung stehen, mit der Schwere der Verletzung tritt das Donauspital in den Vordergrund.

Kommt es in der Unfallabteilung des SMZ Ost zu Wartezeiten?
Zuletzt wurde die Abteilung um 32 Betten erweitert. Die Strukturen funktionieren, sind gut eingespielt. Die Wartezeit hängt von der Schwere des Falles ab und ist tagesabhängig – etwa wenn die niedergelassenen Ärzte geschlossen haben, kommt es zu Mehrbelastungen. Da sitzen aber alle Spitäler im selben Boot.

Profitiert das SMZ Ost von der Nachbarschaft zur Krankenpflegeschule?
Ja, die zu übernehmenden Kräfte kennen das Donauspital. Das verkürzt die Einlernphase.

Zum SMZ Ost zählt auch eines der größten Dialysezentren Europas …
Wir sind stolz auf diese Einrichtung. Die Menschen werden älter – wir sind für diesen Teil der Alterserkrankungen besonders gut aufgestellt.

Brachte die U2 die von vielen gefürchtete Mehrbelastung?
Ich freue mich über die gute Erreichbarkeit, die Mehrbelastung hält sich bislang in Grenzen.

Warum sind Sie persönlich Arzt geworden?
Im Laufe meiner schulischen Entwicklung habe ich diesen Gedanken früh und spontan gefasst, konsequent verfolgt und nie bereut.

Wie könnte ein Motto für das SMZ Ost lauten?
Wir sind Dienstleister. Wir mögen die Menschen und leben diesen Geist täglich.

  • Adresse: Langobardenstraße 122, 1220 Wien

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