Die Tragikomödie ­eines Wiener(lied)s

Ein Musikabend widmet sich einem der großen Söhne Meidlings 

Er war beliebt, bekannt und weitgereist, seine Melodien piff die ganze Stadt. Hits wie "Schnucki, ach Schnucki" und "Schön ist so ein Ringelspiel" wurden von ihm komponiert. Hermann Leopoldi, geboren 1888 in Meidling, war aber auch einer der populärsten Kabarettisten und Klavierhumoristen seiner Zeit. Seine Lebens­geschichte wird meist ebenso bunt und froh erzählt, dem sollen im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Koid?=?Woam. Das Wienerlied kennt keine Hauptsaison" ­realistischere Erzählungen entgegengehal­ten werden.

1938 wurde Hermann ­Leopoldi von den Nationalsozia­listen ins KZ Dachau und dann ins KZ Buchenwald deportiert. Im Gegensatz zu vielen Kollegen überlebte er, weil es seiner mittlerweile in die USA geflüchteten Familie gelang, ihn aus dem KZ freizukaufen. In Amerika konnte er schnell an seine ­europäischen Erfolge anknüpfen. 1947 kehrte er auf ­Einladung von Stadtrat ­Matejka mit ­seiner Lebensgefährtin ­Helly Möslein nach Wien ­zurück, wo er bis zu ­seinem Tod 1959 so erfolgreich wie frü­her war.

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