Die wilden Vögel der Lobau

Dass Wien mit dem Biosphärenpark Wienerwald und dem Nationalpark Donau-Auen gleich zwei international anerkannte Naturschutzgebiete hat, freut Bezirksvorsteher Norbert Scheed:

„Es lohnt sich, die Nähe zu diesen Naherholungsräumen möglichst oft zu nutzen, denn hier gibt es viel zu entdecken.“

Wenig bekannt, hoch anerkannt

Eine der weniger bekannten Einrichtungen, die aber in Naturschützerkreisen hohe Wertschätzung genießt, ist das Greifvogelschutzzentrum Lobau. Dieses wurde 1977 mithilfe der Gemeinde Wien, des WWF und der Tierärztlichen Hochschule ins Leben gerufen. Dafür wurden 3.000 Quadratmeter von der Stadt gepachtet.
„Die meisten haben uns für Spinner gehalten“, räumt Mitbegründer Robert Dosedel ein, der mit seinem Kollegen Alfred Kummer in der Station 20 bis 25 heimische Greifvögel wie Habichte, Wander-, Turm- und Würgfalken aufpäppelt. Auch schwerverletzte, gefiederte Freunde, die in der Natur nicht mehr überleben würden, verbringen hier ihren Lebensabend.
Mit Alarmanlage und Videoüberwachung sind die Tiere perfekt geschützt. Die Finanzierung des Projekts erfolgt aus eigenen Mitteln. Dass die Falken als natürliche Feinde der Tauben in Wien wieder über ausreichend Nistplätze verfügen, ist zum Gutteil auf das Engagement aus der Lobau zurückzuführen. Heuer wurde beispielsweise das Projekt „Comeback Wanderfalke“ mit dem Schwerpunkt Augarten gestartet.

  • Adresse: Dechantweg 8, 1220 Wien

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