Diese Kunst geht richtig unter die Haut

Noch vor wenigen Jahrzehnten galten Tätowierungen in der westlichen Welt als Stigma des Matrosen oder Häftlings. Anfang der 1990er Jahre, als Grunge cool und Kurt Cobain noch nicht tot war, entwickelten sich Tattoos gemeinsam mit Piercings zum Ausdruck jugendlicher Rebellion, waren gesellschaftlich verpönt. Spätestens seit Beginn des dritten Millenniums sind Tätowierungen zum Modeaccessoire avanciert – die einst schubladisierte Körpermodifikation ist zum kommerziellen Kassenschlager geworden.


Einer, der an der Tätowierung als Kunstform festhält, ist Stefan Halbwachs. Der Tätowierer sieht sich selbst als Virtuose: „Für mich ist es Kunst, nicht Kommerz“, bekräftigt er im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT. Seit drei Jahren benutzt er Arme, Beine und Schultern als Leinwand. Statt mit Pinseln oder Bleistiften arbeitet er mit Nadeln und schafft so prozess­orientierte Kunstwerke, die ein Leben lang halten. Die Tätowierungen werden einerseits traditionell mit der Hand, aber auch mit der Maschine gestochen. Dokumentiert werden die Arbeiten von dem Fotografen Eraldo Peti. Noch bis 6. Mai sind sie in der VHS Hietzing unter dem Titel „Human Canvas“ zu sehen.


VHS Hietzing, Hofwiesengasse 48, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr. Tel.: 01/ 804 55 240.

  • Tel.: 01/ 804 55 240
  • Adresse: Hofwiesengasse 48, 1130 Wien

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