Disput um “Auge Gottes”

Mangelhafte Kinoförderung oder unternehmerisches Kalkül des Marktführers? Die Wogen um das "Auge Gottes" gehen hoch. Constantin, Eigentümer des "Auge", wird das Traditionskino (Eröffnung 1955) Ende Juni schließen. Wegen "rückläufiger Besucherzahlen und der einseitigen Wiener Kinoförderung". Ein Vorwurf, den Filmfonds-Wien-Chef Peter Zawrel nicht gelten lässt: Das "Auge" hätte durch eine "Kehrtwende in der Programmierung"(Qualitäts- statt Blockbuster-Filme) gerettet werden können, Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, der die Schließung ebenfalls bedauert, verweist darauf, dass Wien "eine von wenigen europäischen Städten ist, die überhaupt über eine Kinoförderung verfügen". Für den Alsergrunder SPÖ-Chef Siegi Lindenmayr ist die Schließung "ein großer Verlust", er kritisiert, dass die Betreiber die Möglichkeit einer Kinoförderung "nicht genutzt" hätten. Die 16 "Auge"-Mitarbeiter sollen in der Constantin-Gruppe weiter beschäftigt werden.

  • Adresse: Nussdorfer Straße 73, 1090 Wien

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